Theater und Orchester Heidelberg

1. Lunchkonzert

Franz Schubert Symphonie Nr. 1 D-Dur
Oskar Böhme
Konzert für Trompete und Orchester f-Moll op. 18

Die beliebte Reihe der Lunchkonzerte im Orchestersaal wird auch in der neuen Saison fortgesetzt. Den Auftakt macht Solo-Trompeter Clément Schuppert, der mit dem Philharmonischen Orchester Heidelberg das »Trompetenkonzert op. 18« von Oskar Böhme spielen wird. Die musikalische Leitung hat Dietger Holm. Der 1870 im sächsischen Potschappel zur Welt gekommene Trompeter und Komponist Oskar Böhme wird nach Studium und Konzertreisen Kornettist im Orchester des St. Petersburger Mariinski-Theaters. Er nimmt die russische Staatsbürgerschaft an, leitet nach 1921 die Trompetenklasse der Rimski-Korsakow-Musikschule in Petrograd, später Leningrad – und wird dann wegen seiner deutschen Herkunft Opfer des Stalin-Regimes. Nach Verhaftung 1930 und Verbannung 1935 nach Orenburg an der Grenze zu Kasachstan, wird er 1938 als antisowjetischer Volksfeind liquidiert. Oskar Böhme hat zahlreiche Werke für Trompete verfasst. Heute ist vor allem das große romantische Konzert für Trompete in f-Moll aus dem Jahr 1899 bekannt. Zuvor steht Franz Schuberts »Symphonie Nr. 1 D-Dur« auf dem Programm – eine Komposition voller Melodien, stimmiger Instrumentierung und ausgeprägter Form, die Schubert im frühen Alter von 16 Jahren schrieb.