Theater und Orchester Heidelberg

1. Philharmonisches Konzert

Arthur Honegger Symphonie Nr.3 »Liturgique« (1945/46)
Johann Sebastian Bach Konzert für Violine, Streicher und Basso Continuo Nr. 2 E-Dur BWV 1042
Johannes Brahms Symphonie Nr.2 D-Dur op.73

Gratulation! – seit 125 Jahren besteht das Philharmonische Orchester Heidelberg! Seit 1889 ist es prägender Bestandteil des Kulturlebens von Stadt und Land. Als besonderer Geburtstagsgruß dirigiert Ehrendirigent Mario Venzago das 1. Konzert – mit Geiger Stefan Jackiw als Solisten, der weltweit für Furore sorgt. Arthur Honeggers 3. Symphonie entstand 1946 aus der Reflexion über den vergangenen 2. Weltkrieg. Auf inhaltlich beziehungsreiche und vor allem liturgische Haltungen verweisen die drei Satzüberschriften: »Dies irae«, »De profundis clamavi« und »Dona nobis pacem«. Honegger schuf aber keine vokale Großform – vielmehr galt es, Impulse zur Entwicklung dreier symphonischer Sätze zu gewinnen. Zwanglos übernimmt Johann Sebastian Bach die von den Italienern geschaffenen musikalischen Formen und übertrifft sie an Tiefe der Gedanken und Kühnheit der Fantasie. Mit dem 2. Violinkonzert gelingt es ihm, das herkömmliche Nacheinander von Tutti und Solo noch entscheidender zu einem Miteinander im Sinn einer Entwicklung umzuformen. Brahms’ 1. Symphonie wird gerne seine »Pathetische« genannt. Die 2. Symphonie hingegen ist als »Pastorale« bekannt. Entstanden 1877 im Sommerurlaub des Komponisten in Pörtschach am Wörthersee ist sie geprägt von Melodie und Heiterkeit. An Kritiker Eduard Hanslick schreibt er: »Der Wörthersee ist ein jungfräulicher Boden, da fliegen die Melodien, dass man sich hüten muss, keine zu treten.«