Theater und Orchester Heidelberg

2. Philharmonisches Konzert

Carl Maria von Weber Ouvertüre zur Oper Euryanthe
Edward Elgar Konzert für Violoncello und Orchester e-Moll op. 85
Felix Mendelssohn Bartholdy Symphonie Nr. 4 A-Dur op. 90 »Italienische«

Als Edward Elgar sein Cellokonzert e-Moll op. 85 verfasst, ist der erste Weltkrieg in vollem Gang. Die Schlachten des Jahres 1916 hatten ihn in eine tiefe Schaffenskrise gestürzt. Entsetzt über die Grausamkeit des Krieges versiegt vorübergehend seine Schaffenskraft – im Cellokonzert ersteht sie dann neu mit voller Kraft. Jedoch: mit dem e-Moll-Konzert nimmt Elgar Abschied vom Komponieren. Es ist sein letztes großes Werk. Ein halbes Jahr nachdem es fertiggestellt ist, stirbt seine Frau Alice. Der Verlust trifft ihn tief: »Ich kann mir nicht vorstellen, jemals wieder ein neues Stück zu vollenden.«
Anregung für die Vierte Symphonie erhielt Felix Mendelssohn Bartholdy auf einer Italienreise, die fast zwei Jahre dauerte. Programmmusik ist das Werk aber keinesfalls, sondern vielmehr Abbild der italienischen Kultur – gespiegelt durch das Erleben des Komponisten. Der Hörer wird durch kontrastierende Klangbereiche geführt, die unterschiedliche Assoziationen wecken. Motorische Energie und Temperament erinnern an den italienischen Springtanz »Saltarello«, ruhige und melancholische Stimmungen klingen wie ein »Neapolitanisches Lied ohne Worte«. Die heroisch-romantische Ouvertüre zur Oper Euryanthe von Carl Maria von Weber eröffnet das Konzert.

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