Theater und Orchester Heidelberg

2. Philharmonisches Konzert

Richard Strauss Macbeth op.23
Édouard Lalo Konzert für Violoncello und Orchester d-Moll
Robert Schumann Symphonie Nr.3 Es-Dur op.97 »Rheinische«

Richard Strauss ist einer der erfolgreichsten und populärsten Komponisten des 20. Jahrhunderts – 2014 wird sein 150. Geburtstag weltweit gefeiert. Als Komponist und als Dirigent lässt Strauss mit seinen Tondichtungen aufhorchen. Über den symphonischen Weg wird er dann zum weltberühmten Opernkomponisten. Die meisten seiner Tondichtungen sind literarisch inspiriert. Im Zentrum stehen Gestalten wie Don Juan, Macbeth, Till Eulenspiegel, Zarathustra, Don Quixote. Musikalisch emanzipiert sich Strauss vom strengen Akademismus – sein Weg ist die revolutionäre »Neudeutsche Schule«: Berlioz, Wagner und Liszt. Mit Macbeth op. 23 gelingt Strauss eine musikalische Zusammenfassung der fünf Tragödienakte Shakespeares auf ein raffiniertes Tongemälde. Die Grundstimmung ist dämonisch, unheilschwanger, düster.
Hell und strahlend hingegen ist der Eindruck, den Robert Schumann vom Kölner Dom gewonnen hat. Soeben ist er mit seiner Familie nach Düsseldorf gezogen, um das Amt des städtischen Musikdirektors anzunehmen. Die euphorische Stimmung über seine neue Aufgabe findet Niederschlag in seiner Dritten Symphonie, die innerhalb kurzer Zeit entsteht und 1851 äußerst erfolgreich uraufgeführt wird.
Erfolg ist auch dem französischen Komponisten Édouard Lalo beschieden. Denn zu den meistgespielten französischen Werken der Gattung gehört das 1877 in Paris uraufgeführte Cello-Konzert. Der selbst Cello spielende Musiker orientiert sich an der traditionellen Dreisätzigkeit des Solokonzerts. Besonders prägnant: Melodik, Rhythmik und Klangkombinationen sind von spanisch-folkloristischen Wendungen durchzogen. Daniel Müller-Schott, der als Solist gewonnen werden konnte, zählt heute zu den weltbesten Cellisten und ist auf allen wichtigen internationalen Konzertpodien zu hören. »Seine Aufführungen haben die gewinnende Frische der Wiederentdeckung«, schreibt die Sunday Times.