Theater und Orchester Heidelberg

3. Philharmonisches Konzert

Aaron Copland Appalachian Spring-Suite für grosses Orchester
Benjamin Britten Serenade for Tenor, Horn and Strings op.31
Samuel Barber Adagio for Strings op.11
Joseph Haydn Symphonie Nr. 103 Es-Dur »Mit dem Paukenwirbel«

Aaron Copland komponierte Appalachian Spring, eine von insgesamt drei Ballettmusiken, für die berühmte Choreografin und Tänzerin Martha Graham. Das Ballett, für das der Komponist 1945 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde und von dem er im gleichen Jahr eine Orchestersuite zusammenstellte, erzählt von einem Frühling amerikanischer Pioniere in Pennsylvania und porträtiert in stimmungsvollen Klangbildern das Leben in einem Gründerstaat der USA der 1800er Jahre.
Mit seiner Es-Dur-Symphonie aus dem Jahr 1795 machte Joseph Haydn bei den ersten Aufführungen in London nicht nur durch das eröffnende Paukensolo der Adagio-Einleitung – mit der historisierenden Bezeichnung »Intrada« überschrieben – auf sich aufmerksam, sondern auch mit ihren tänzerisch-folkloristischen Melodien und einem genialen Finalsatz, der durch seine zukunftsweisende Formgebung seinerzeit ohne Beispiel war.
Die beiden Werke bilden den Rahmen für Samuel Barbers Adagio und die sinister-morbide Serenade von Benjamin Britten, der in dieser ergreifenden Vertonung von sechs populären englischen Gedichten aus fünf Jahrhunderten reizvolle Miniaturen schuf.

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Pressestimmen

  • Rhein-Neckar-Zeitung, Rainer Köhl, 14.12.2012

    In zarten Nocturno-Klängen hob Aaron Coplands »Appalachian Spring Suite« an, mit leise tönendem Trompetensolo, traumhaft schwebenden Pianissimi des Orchesters. Überaus weich und rund konturiert tönten die Heidelberger Philharmoniker. (…) Sehr klangschön und tonsicher bis in die Spitzenlagen musizierte der Münchner Horn-Professor auch auf dem modernen Instrument; er gab seinem Solopart alles an samtig getönter Farbenkunst, Klangsinnlichkeit und weich gleitender Phrasenbildung. Brittens wunderbares Werk klang wie Musik zu einem Sommernachtstraum, deren luftig flirrende Leichtigkeit ganz bezaubernd eingefangen wurde. (…) Sehr viel Witz und Esprit gab der Dirigent dieser Sinfonie, reaktionsstark durchpulst auch im Finale. Große Begeisterung am Ende über diesen trefflichen Dirigenten, der klare Vorstellungen bestens mit dem Orchester vermitteln konnte und einfach große Musik machte. Die Philharmoniker waren mit einer hochinspirierten Leistung ganz bei der Sache.