Theater und Orchester Heidelberg

3. Philharmonisches Konzert

Ludwig van Beethoven Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5 Es-Dur op. 73 »Emperor«
Peter Iljitsch Tschaikowsky Symphonie Nr. 4 f-Moll op. 36

Die politischen Wirren brachten es mit sich: die wirtschaftliche Existenz Beethovens war unsicher geworden. Sein Mäzen Erzherzog Rudolf hatte die Stadt verlassen, als Geldgeber stand er nicht mehr zur Verfügung. Im Jahr 1809, zur Zeit der napoleonischen Besetzung Wiens, entsteht Beethovens Fünftes Klavierkonzert. Es ist sein letztes Werk für dieses Instrument – und es beeinflusst nachhaltig spätere Komponisten sowie die Entwicklung der Gattung selbst. Der Weg ist nun frei zum symphonischen Klavierkonzertstil – wie ihn dann Johannes Brahms prägt. »Die Vierte Symphonie ist meinem Wesen entsprungen und mit echter Inspiration vom Beginn bis zum Ende geschrieben, mit Liebe und glühender Begeisterung, es ist darin kein Strich, der nicht meinen aufrichtigsten Gefühlen entstammt«, schreibt Peter Tschaikowsky an seine Gönnerin und Vertraute Nadeshda von Meck. Ihr hat er die 1877|78 entstandene Symphonie gewidmet. Als Betrachtung seiner persönlichen Gefühle und Empfindungen wollte er sie verstanden wissen. Denn kurz zuvor hatte der homosexuell veranlagte Tschaikowsky geheiratet. Den Anschein eines normalen Lebens galt es aufrecht zu halten. Aber es ist ein Akt der Selbstverleugnung, der ihn in eine tiefe Krise führt – bis hin zum Selbstmordversuch. Und so wird die Vierte Symphonie zum Ausdruck seiner düsteren Innenwelt.

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