Theater und Orchester Heidelberg

4. Kammerkonzert

Paul Juon Trio-Miniaturen op. 18
Zoltán Kodály Duo für Violine und Violoncello op. 7
Johannes Brahms Trio für Klavier und Violoncello op. 114

Musik des 19. und 20. Jahrhunderts ist im 4. Kammerkonzert zu hören. Auf dem Programm: Kompositionen von Paul Juon, Zoltán Kodály und Johannes Brahms. Paul Juon, 1872 in Moskau geboren, studiert zunächst am Konservatorium seiner Heimatstadt und später an der Berliner Musikhochschule. Die Miniaturen op. 18 erscheinen 1920: Die träumerische Melodie der ersten Miniatur gewinnt in zwei Steigerungen an Weite und Kraft und sinkt zum Ausklang zurück in melancholisches Träumen – der Einfluss russischer Volksmusik steht deutlich Pate. Volksmusik seines Landes Ungarn ist auch Inspirationsquelle für Zoltán Kodály. In dem 1914 komponierten Duo findet sie ihren Niederschlag: ein Konzertstück auf der Höhe der Zeit – und ein hoch-virtuoses, zwischen ungarischer Folklore und französischem Impressionismus vermittelndes Duo für Violine und Violoncello. Im Sommer 1891 entsteht Johannes Brahmsʼ Trio für Klarinette, Violoncello und Klavier o. 114 – inspiriert von »Fräulein Klarinette«, wie Brahms den Soloklarinettisten der Meininger Hofkapelle, Richard Mühlfeld, bewundernd nennt.