Theater und Orchester Heidelberg

4. Philharmonisches Konzert

Richard Strauss Don Juan op. 20
Béla Bartók Konzert für Viola und Orchester op. posthum
Béla Bartók Der wunderbare Mandarin op. 19 Konzertfassung für Orchester
Richard Strauss Till Eulenspiegel op. 28

Ein Mann mit Haltung: mutig stellt sich Béla Bartók gegen Krieg und Faschismus. Und damit gehört er zum Kreis jener Komponisten, die für ihre Position emigrieren müssen. In den USA allerdings fällt es ihm schwer, Fuß zu fassen. Erfolg hat er erst mit seinen letzten beiden Werken: dem 3. Klavierkonzert und dem Violakonzert aus dem Jahr 1945. Allerdings: beide Kompositionen konnte Bartók nicht mehr vollenden. Das harmonisch moderate Violakonzert wird posthum fertiggestellt: von Bartóks Freund und Schüler Tibor Serly (1949), von Sohn Péter Bartók, Paul Neubauer und Nelson Dellamaggiore (1993) sowie von Csaba Erdélyi. 1950 fand die Uraufführung statt. Der wunderbare Mandarin gehört zu den modernsten Stücken Bartóks. Die Handlung spielt in der Großstadt: Ein junges Mädchen wird gezwungen, Passanten in die sogenannte Apachenhöhle zu locken. Dort werden sie ausgeraubt und ermordet. Nur der wunderbare Mandarin will trotz mehrfachen Versuchs nicht sterben: er kann seine Augen nicht lassen von dem Mädchen. Erst als es ihm zu Willen ist, sinkt er tot zu Boden. Anlässlich der Kölner Uraufführung 1926 verursacht das Stück einen Skandal – ist aber trotz seiner Grausamkeit eine Parabel gegen Gewalt und für Menschlichkeit. Die beiden symphonischen Dichtungen Don Juan und Till Eulenspiegels lustige Streiche von Richard Strauss umrahmen das Konzertprogramm.

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