Theater und Orchester Heidelberg

4. Philharmonisches Konzert

Iris ter Schiphorst Zerstören II – Heidelberger Künstlerinnenpreis  2015
Wolfgang Amadeus Mozart Konzert für Klarinette und Orchester A-Dur KV 622
Sergej Prokofjew Orchester-Suite aus »Romeo und Julia« op.64

Es spricht für die berückende Melodie der Klarinette: kaum ein anderes Werk der klassischen Musik ist so oft in Liebesszenen des Kinos zu hören wie Mozarts Klarinettenkonzert. Dabei hat Mozart sicherlich nicht an untermalende Musik gedacht, als er das Konzert 1791 kurz vor seinem Tod vollendete. Auf seinen Reisen durch Europa hat Mozart Bekanntschaft gemacht mit der Klarinette – und in Mannheim äußerte sich der Komponist 1778 begeistert über dieses Instrument. Erprobt hat er es allerdings erst in seinen Spätwerken. Und so ist das Klarinettenkonzert überhaupt sein letztes Instrumentalkonzert – und das einzige Konzert, das Mozart je für dieses Instrument schuf. Liebe ist auch das Thema eines der bekanntesten Dramen der Weltliteratur: Shakespeares  Romeo und Julia 1935 schrieb Sergej Prokofjew die berauschende Musik dazu. Zuvor allerdings hatte der Komponist wegen der politischen Verhältnisse seine Heimat Russland verlassen. Zurück kehrte Prokofjew, nachdem er in seiner Musik zur »neuen Einfachheit« gefunden hatte, die im »sozialistischen Realismus« gefordert war: »leichtfertig ernst oder ernst leicht« sollte sie klingen, wie Prokofjew meinte. »Vor allem sollte sie melodisch sein, auf schlichte und verständliche Art und Weise.« Das Konzertprogramm wird eröffnet mit Zerstören II, einem Werk der Komponistin Iris ter Schiphorst, der Trägerin des Heidelberger Künstlerinnenpreis 2015.

19.15 Uhr Werkeinführung, Stadthalle, Kammermusiksaal:
Heidelberger Künstlerinnengespräche – Komponistinnen im Gespräch
Preisträgerin 2015 Iris ter Schiphorst im Gespräch mit Egbert Hiller (Deutschlandfunk)
Darin: Uraufführung des Kontrabassklarinetten-Solos Aus: Orpheus 2015 von Iris ter Schiphorst
Kontrabassklarinette: Theo Nabicht.