Theater und Orchester Heidelberg

5. Philharmonisches Konzert Evolution: Leiden

Lucia Ronchetti Déclive-Etude – Heidelberger Künstlerinnenpreis 2014
Béla Bartók Klavierkonzert No. 3
Peter Iljitsch Tschaikowsky Symphonie Nr. 6 h-Moll op. 74 »Pathétique«

Das letzte, fast vollendete Werk: Béla Bartók schrieb das 3. Klavierkonzert im Sommer 1945 kurz vor seinem Tod und widmete es seiner Frau Ditta Bartók. Die letzten 17 Takte blieben uninstrumentiert. Als Beispiel für Bartóks farbenreichen Spätstil verzichtet es auf spieltechnischen Prunk zugunsten einer eher kantablen und melodischen Tönung. Ganz im Gegensatz zum ersten Klavierkonzert, das dem Soloinstrument einen eher perkussiven Duktus zuwies. »Ich plane eine große Symphonie zu schreiben, die den Schlussstein meines Schaffens bilden soll«, schreibt Peter Iljitsch Tschaikowsky nach Vollendung seiner 5. Symphonie an den Großfürsten Konstantin. Und nur wenige Tage nach der Uraufführung seiner 6. Symphonie am 28. Oktober 1893 in St. Petersburg stirbt Tschaikowsky unter mysteriösen Umständen. Tschaikowsky selbst gab ihr den Beinamen Pathétique. Ein düster-leidvoller Grundton durchzieht das ganze Werk, das laut Tschaikowsky »für alle ein Rätsel bleiben« sollte, und das bis heute zu den bedeutendsten Werken der sinfonischen Literatur zählt. Das Orchesterwerk Déclive-Etude der Italienerin Luchia Ronchetti, der Trägerin des Heidelberger Künstlerinnenpreises 2014, eröffnet das Konzertprogramm.

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