Theater und Orchester Heidelberg

6. Philharmonisches Konzert

Gustav Mahler Symphonie Nr.2 c-Moll »Auferstehung«

Ursprünglich als überschaubare einsätzige Symphonische Dichtung mit dem Titel »Totenfeier« angelegt, gedieh Mahlers Auferstehungssymphonie in den sechs Jahren ihrer Entstehung zu einem abendfüllenden, fünfsätzigen Monumentalzyklus. Doch nicht nur die rein zeitliche Ausdehnung war von bisher ungekanntem Ausmaß, auch die sehr große Orchesterbesetzung inklusive Sopran- und Altsolo und gemischtem Chor war ohnegleichen. Den eigenhändigen Hinweisen des Komponisten zufolge werden in dem programmatisch aufgeladenen Satzzyklus die großen metaphysischen Themen der Menschheit angesprochen: Ist der 1. Satz Fragen nach dem Sinn des Lebens und des Todes gewidmet, wendet sich das Finale – unter Miteinbeziehung von Gesangssoli und Chor – apokalyptischen Visionen und dem menschlichen Verlangen nach Erlösung, der Hoffnung auf Auferstehung zu. Das anspruchsvolle Großwerk kann gleichzeitig auch als Modell für die Entwicklungsgeschichte der ehemals instrumentalen Symphonik gesehen werden: Nach zwei »reinen« instrumentalen Sätzen folgt mit dem 3. Satz ein Zwischenschritt, in dem Mahler das Wunderhorn-Lied »Des Antonius von Padua Fischpredigt« instrumental aufgreift, bevor er sich über das Alt-Solo im 4. Satz (»Urlicht«) im Chorfinale mit Soli ins Oratorische steigert.

Für die kurzfristig erkrankte Vesselina Kasarova springt dankenswerterweise die Mezzosopranistin Eva Vogel ein.

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