Theater und Orchester Heidelberg

6. Philharmonisches Konzert

Sven Daigger Meeresbrandung für Orchester
Johannes Brahms Symphonie Nr. 3 F-Dur op. 90
Robert Schumann Klavierkonzert a-Moll op. 54
Jean Sibelius Finlandia. Symphonisches Gedicht für Orchester op. 26

»Das Herz geht einem dabei auf« – noch vor der Uraufführung 1883 spielt Brahms seinem Freund Antonín Dvořák seine 3. Symphonie auf dem Klavier vor. Begeistert berichtet Dvořák weiter an seinen Verleger Simrock: »Ich sage und übertreibe nicht, dass dieses Werk seine beiden ersten Symphonien überragt; wenn auch nicht vielleicht an Größe und mächtiger Konzentration – so aber gewiss an – Schönheit!« Brahms schreibt seine Dritte größtenteils in Wiesbaden – allerdings: über ihre Entstehung lässt er in seinen Briefen kein einziges Wort fallen. Viele Eigenschaften der romantischen Epoche trägt Robert Schumanns Klavierkonzert op. 54 in sich. Zuerst als »Fantasie« konzipiert, hat es symphonischen Charakter. Und Clara Schumann schwärmt: »Das Clavier ist auf das feinste mit dem Orchester verwebt – man kann sich das Eine nicht denken ohne das Andere«. Finlandia ist Jean Sibelius’ populärste Tondichtung und soll den Klang Finnlands auffangen. Als das Werk 1899 entsteht, gilt es für Sibelius, eine nationalbewusste Musik zu finden. Schließlich steht Finnland als Großfürstentum unter der Zensur der zaristischen Zentralregierung in St. Petersburg. Das Werk wird zur heimlichen Nationalhymne – und folglich von der russischen Verwaltung verboten.

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