Theater und Orchester Heidelberg

6. Philharmonisches Konzert

Maurice Ravel Daphnis et Chloé – Suite Nr. 2
Henryk Mikołaj Górecki
Symphonie Nr.3 op.36 »Symphonie der Klagelieder«

Selten aber wahr: ein Werk der klassischen Musik ist in den Pop-Charts notiert, und zwar ganz oben. Gelungen ist das in den 1990er-Jahren der Symphonie Nr.3 op.36 »Symphonie der Klagelieder« des polnischen Komponisten Henryk Mikołaj Górecki. Das ist kein Wunder, denn die Komponisten Polens »schreiben Musik, die man hören und weniger kommentieren sollte«, bemerkte 1973 Witold Lutosławski, Polens hochgeschätzter Meisterkomponist. Vertont hat Górecki drei Trauer erfüllte Texte unterschiedlichster Herkunft: eine Lamentation aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, das Gebet einer 18-Jährigen in den Zellen des Gestapo-Gefängnisses von Zakopane sowie ein Volkslied geistlichen Inhalts. Die Musik: drei großformatige, langsame Sätze, in denen es kaum dissonante Reize gibt. Die Sopranstimme singt in schlichten, ergreifenden Melodien von menschlichem Leid und menschlicher Hoffnung. Maurice Ravels raffiniert verfeinerter Impressionismus ist zu Beginn des Konzerts zu hören: Daphnis et Chloé entstand als Auftragskomposition durch Sergej Diaghilev und dessen »Ballets Russes« – ein Werk, das Igor Strawinsky als »eines der schönsten Produkte in der gesamten französischen Musik« pries. Auch als Konzertsuite besticht das auf einem Hirtenroman des spätgriechischen Dichters Longus beruhende Meisterwerk.

Das Konzert findet statt im Rahmen des Internationalen Musikfestivals Heidelberger Frühling.

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