Theater und Orchester Heidelberg

7. Philharmonisches Konzert

Anton Webern Passacaglia für Orchester op. 1 (1908)
Franz Schubert Symphonie Nr. 5 B-Dur D 485
Arnold Schönberg Pelleas und Melisande op. 5 (1903)

Meisterhaft! Die Beherrschung der Kompositionstechnik in einem als »op. 1« bezeichneten Werk ist in der Musikgeschichte beispiellos. Am Ende seiner vierjährigen Lehrzeit bei Arnold Schönberg schreibt Anton Webern die Passacaglia op. 1 als »Gesellenstück«, wie er selbst sie nennt. Das Werk fasziniert durch die sichere Handhabung des gewaltigen, spätromantischen Orchesterapparates sowie die klare und überzeugende Disposition des immerhin 269 Takte umfassenden Satzes. Somit ist die Passacaglia das längste Werk unter Weberns autorisierten Kompositionen. Inspiriert durch die Passacaglia-Komposition in Brahms’ Vierter Symphonie, steht das tonale Werk für großbesetztes Orchester mit 23 Variationen und einer Coda in direkter Nachfolge der Spätromantik. Eine lyrische Variante der Tristan-Thematik ist Maurice Maeterlincks Drama Pelléas et Mélisande. Richard Strauss machte Schönberg auf das Werk aufmerksam – und der Wiener Neutöner vertonte den Stoff. Nicht als Oper, sondern als symphonische Dichtung. Dass fast zur gleichen Zeit Debussy, Fauré und Sibelius Stücke über diese Vorlage geschrieben haben, zeigt die starke Wirkung dieser symbolistischen Dichtung auf Künstler der damaligen Zeit. Mit Schwerelosigkeit und klassischem Orchesterklang ergänzt Franz Schuberts Fünfte das Konzertprogramm.

Das 7. Philharmonische Konzert findet im Rahmen des Internationalen Musikfestivals Heidelberger Frühling statt.

Partner und Sponsoren