Theater und Orchester Heidelberg

8. Philharmonisches Konzert

Richard Wagner Vorspiel und Isoldes Liebestod aus »Tristan und Isolde«
Richard Wagner Fünf Gedichte von Mathilde Wesendonck für eine Frauenstimme und Orchester (Fassung Hans Werner Henze)
Anton Bruckner Symphonie Nr. 3 d-Moll WAB103 (Urfassung 1873)

»Besseres als diese Lieder, habe ich nie gemacht, und nur sehr weniges von meinen Werken wird ihnen zur Seite gestellt werden können«, so Wagner nach der Fertigstellung der sogenannten Wesendonck-Lieder an die von ihm geliebte Mathilde Wesendonck. Der Liedzyklus – fünf Vertonungen von Gedichten der verehrten Industriellengattin – und seine »Handlung« Tristan und Isolde, ein musikalisches Manifest der Liebe, sind nicht nur durch ihre verwickelte Entstehungsgeschichte miteinander verbunden. Darüber hinaus bestehen zahlreiche inhaltliche und musikalische Bezüge, wie beispielsweise die motivischen Parallelen zwischen dem Lied »Träume« und dem Liebesduett im 2. Akt, welche die beiden vordergründig so verschiedenen Werke zu Geschwistern im Klang und im Geiste machen.
Anton Bruckner ist als großer Verehrer Wagners bekannt sowie als unentwegter »Umbearbeiter« seines eigenen Werkes in die Musikgeschichte eingegangen. Das beste Beispiel hierfür gibt seine »dem unerreichbaren, weltberühmten und erhabenen Meister« gewidmete 3. Symphonie – auch bekannt als »Wagner-Symphonie« –, die er innerhalb von 16 Jahren auf mindestens drei Fassungen brachte. Zum Abschluss der Konzertsaison im Wagner-Jahr 2013 erklingt die Frühfassung von 1873, in der Bruckner Zitate aus Wagners Musikdramen verarbeitet.

Eva Vogel ist dankenswerterweise kurzfristig für die erkrankte Stella Doufexis eingesprungen und singt im 8. Philharmonischen Konzert Richard Wagners Wesendonck-Lieder.