Theater und Orchester Heidelberg

Alles Gold was glänzt

von Mario Salazar

  • Archiv – Spielzeit 2012|13

  • Uraufführung

    Zwinger 1+

Die Situation draußen auf den Straßen ist gefährlich, es tobt ein Anarchistenaufstand. Drinnen versucht Familie Neumann den Katastrophen zu trotzen und ihr gewohntes Leben fortzuführen. Täglich schaut Mutter Iris ihre Lieblings-TV-Show »Alles Gold was glänzt«. Doch die Realität holt Familie Neumann mehr und mehr ein. Während Tochter Marianne ihre erste große Liebe ausgerechnet in einem Flüchtling aus Afghanistan findet, der in seine Heimat natürlich nicht ohne Marianne zurückkehren will, hat Sohn Robin vor, mit Luke Skywalker nach Amerika zu gehen. Und der langzeitarbeitslose Vater Walter entscheidet sich schließlich, als Kandidat bei »Alles Gold was glänzt« mitzumachen. Die schöne Welt der Familie hat keine Zukunft mehr, die Bedrohung durch den Straßenaufstand wird unerträglich und setzt einen fatalen Prozess der Selbstzerstörung in Gang.

Alles Gold was glänzt wurde im Mai 2011 beim Berliner Theatertreffen in einer szenischen Lesung präsentiert und mit dem Hörspielpreis ausgezeichnet. 2012 war Mario Salazars Stück Am Leben werden wir nicht scheitern zum Heidelberger Stückemarkt eingeladen.

Besetzung

Bilder


Videos

ALLES GOLD WAS GLÄNZT

Trailer von Eduardo Serrano

Pressestimmen

  • Für SWR2 berichtete Eberhard Reuß von der Premiere im Zwinger1. Seine Rezension, gesendet am 23.11.2012 im SWR2 Journal am Mittag, können Sie hier anhören.

  • nachtkritik.de, Harald Raab, 23.11.2012
    Die vollständige Rezension können Sie auf nachtkritik.de nachlesen.

    Mit Tempo, Power und intelligenten Handlungsideen lässt Milan Peschel die verrückte Story dahinjagen. Jede der Rollen ist trotz Überdrehung auch als Charakter gestaltet. Beachtliche Einzelleistungen fügen sich zu einer runden Sache. Tolle Regie, tolles Ensemble. Eine Produktion, die Lust macht auf Theater.

  • Theater der Zeit, Otto-Paul Burkhardt, Januar 2013

    (…) Milan Peschel bringt Salazars klischeeverdächtige Typenrevue erst richtig auf Touren und jagt sie ins Trashige. Das schwungvoll agierende Ensemble vermischt beklemmende Realitäten der Arbeitswelt mit Phasen freien Chargierens und überschreitet unbekümmert die Grenzen zum fröhlichen Klamauk. (…) Ja, und am Ende dieses volksbühnenhaft turbulent inszenierten sozialen Abstiegs hat man Salazars Typen, gerade weil sie von Peschel so nett überdreht wurden, ins Herz geschlossen – diesen traurig-fröhlichen, spießig-rebellischen, verblödet-kreativen Haufen.