Theater und Orchester Heidelberg

Alpenvorland

Deutsche Erstaufführung des Gewinnerstücks des Heidelberger Stückemarkts 2012 in der Kategorie Autorenwettbewerb

Ort: Ein Baugrundstück auf dem Land. Der Grundriss des geplanten Hauses ist darauf abgesteckt. Ein Grillfest wird vorbereitet, später die Bauarbeiten. Angrenzend fließt ein Bach, wo Bier kalt gestellt werden kann und in dem man sich badet. In der Nähe verläuft eine Eisenbahnstrecke. Hier bauen Heidi und Hannes ihr neues Zuhause. Das Gästezimmer ist variabel, kann auch Babyzimmer sein. Zum Grillfest kommen die Freunde aus der Stadt – und Heidis kleine Schwester, das Sopherl. Alte Geschichten brechen auf, neue Beziehungen werden geknüpft . Gerade jetzt, wo man dabei ist, sich zu etablieren, wird das Lebenskonzept noch einmal radikal in Frage gestellt. In drei Tagen – einer im Frühling, einer im Sommer, einer im Herbst – entwirft Thomas Arzt ein Porträt der Generation der heute Anfang 30-Jährigen. Eine präzise Fallstudie, eine vielstimmige Tragikomödie über »die Vorstellung, sich ein Glück erbauen zu können«.

Der Regisseur Jens Poth war seinerseits schon zum Stückemarkt 2006 mit seiner Inszenierung Terrormum von Nora Mansmann eingeladen und hat in der Spielzeit 2011|12 Epic 3.0 von Hubert Schipkowski zur Uraufführung gebracht. Jens Poth gilt als ein Regisseur, der mit gegenwärtigen Texten behutsam und sorgsam umzugehen weiß und diese zum Leuchten bringt.

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Trailer von Eduardo Serrano

Pressestimmen

  • Für Spiegel Online sprach Tobias Becker mit Regisseur Jens Poth und gibt einen Ausblick auf das Programm des diesjährigen Stückemarkts. Seinen Vorbericht vom 24.04.2013 können Sie hier lesen.
    Für die nachtkritik (27.04.2013) und den Mannheimer Morgen (29.04.2013) berichtet Ralf-Carl Langhals. Ausstatterin Simone Wildt habe ein »trickreiches wie spielfunktionales Häuschen aus Zementsäcken auf die Bühne der Studiobühne Zwinger gestellt und für Regisseur Jens Poth und das Heidelberger Ensemble lustige Playmobil-Figuren gebastelt, deren Kostüme stilsicher auf die Geburtsjahrgänge der siebenköpfigen Clique verweisen. Mitte dreißig sind sie, die meinen, sich gefunden haben zu müssen, was aber der ganz normale Bürgerwahnsinn mit seinen emotionalen, beruflichen und erotischen Dysfunktionen zu verhindern weiß.« »Der Verlockung einer durchgängigen Spaßnummer erliegen Autor und Regie nicht, obwohl Dominik Lindhorsts Komik-Potenzial dazu allen Anlass böte. Aber Arzts zwischengelagerte erdig-süßliche und scharf schwarz geränderte Lyrik nach Kinder-, Kirchen- und Volksliedern setzt sich durch, wirkt theatralisch stärker nach. Wendelin Hejny hat sie musikalisch mit singenden Schauspielern brillant aufgelöst.«
    Für die Rhein-Neckar-Zeitung (29.04.2013) sah Heribert Vogt einen »unterhaltsamen Theaterabend« mit einer »homogenen und dynamischen Ensembleleistung«, »revueartig flott, mitunter fetzig und fast immer quietschbunt«; der »knallfarbige Bilderbogen aus dem heutigen Österreich« mit »vielen gelungenen Sequenzen« zeige aber auch »soziale Tiefenrisse« auf: »Vergänglichkeit und Vergeblichkeit allen Strebens der Gruppe werden wunderbar deutlich in der die Bühne beherrschenden Baustelle.«