Theater und Orchester Heidelberg

Bin ich hässlich?

Ein Ensembleprojekt

12+
  • Archiv – Spielzeit 2014|15

  • WiederaufnahmeUraufführung

    Zwinger 3+

Wer oder was entscheidet darüber, ob ich schön oder hässlich bin? Warum findest du mich schön, obwohl ich mich hässlich finde? Kann ich dem eigenen Körper entfliehen? Wie kann ich ihn verstehen? Ist mein Körper kulturell geprägt? Spricht er unterschiedliche Sprachen? Wie stark lassen wir uns von medialen Bildern beeinflussen? Erkenne ich die Grenzen meines Körpers?

Das Ensemble des Jungen Theaters geht in der Stückentwicklung diesen Fragen nach. Vier Schauspieler werden zu Kandidaten einer Show, in der der Hässlichste als Gewinner hervorgehen wird. Viele Aufgaben gilt es bis dahin zu bestehen, wobei die Zuschauer Teil dieses Spiels werden.

Bilder

Bin ich hässlich?

Pressestimmen

  • »Es lebe der Hässlichkeitswettbewerb«, schreibt Christina Altmann im Mannheimer Morgen (19.09.2013) über das Ensembleprojekt. Die Kritikerin erlebte eine »großangelegte Casting-Show«, in der »Aussehen und Verhalten des Menschen, sein Selbstverständnis, seine Körperlichkeit« reflektiert wurden und resümiert: »›Bin ich hässlich?‹ ist ein gelungenes Stück – nicht nur für Jugendliche ab 12 Jahren -, das sich auf heiter ironische Weise über die Fehlbarkeiten unseres Aussehens und Handelns und über die Identität unserer Ausstrahlung äußert. Durch die Persiflage auf die immer populärer werdenden Casting-Shows im Fernsehen, in denen sich die Menschen nicht selten auf peinliche Weise bloßstellen, bekommt das Problemthema Körper eine offen ansprechende Dimension. Das gelegentlich zum Mitmachen aufgeforderte Publikum lachte viel und dankte mit frenetischem Applaus.«

     

    Für die Rhein-Neckar-Zeitung (23.09.2013) besuchte Arndt Knödel die Premiere und lobt den »geschickten Schachzug«, die Auseinandersetzung mit dem Thema Körper als Casting-Show zu gestalten und dieses bei der Zielgruppe bekannte Format »parodistisch aufs Korn zu nehmen«. Verdeutlicht würde nicht nur »die mediale Manipulierbarkeit von Menschen, sondern auch die Fragwürdigkeit von gesellschaftlich festgelegten Körperbildern.« Für den Rezensenten ein rundum gelungenes Projekt: »Die Inszenierung von Franziska-Theresa Schütz hat Tempo, Witz und Kreativität, die vier Schauspieler zeigen sich höchst präsent und geben alles. Am Ende ist man sich bei den Begrifflichkeiten von ›schön‹ und ›hässlich‹ gar nicht mehr so sicher. Vielleicht ist ja hässlich schön? Es gab stürmischen Applaus für alle Beteiligten.«