Theater und Orchester Heidelberg

Bungalow

nach Helene Hegemann in der Regie von Simon Solberg; Düsseldorfer Schauspielhaus

Klar und radikal erzählt Helene Hegemann von der Selbstfindung eines jungen Mädchens in einer zunehmend apokalyptischen Welt. Während ihre Mutter das letzte Einkaufsgeld vertrinkt, beobachtet Charlie vom Balkon ihrer Betonmietskaserne aus die benachbarten Bungalows und deren Bewohner*innen. Sie lernt, dass es mehrere soziale Klassen gibt und sie selbst zur untersten gehört. Dann, kurz nach ihrem zwölften Geburtstag, zieht ein Ehepaar ins Viertel. Die beiden sind Schauspieler, unberechenbar, chaotisch, luxuriös, schlauer als alle anderen – und für Charlie das, was der Rest der Welt als ihre »erste große Liebe« bezeichnen würde: Spielkameraden und Lover, größter Einfluss und größte Gefährdung. Ein extremer Gegenentwurf zur toxischen Beziehung, die Charlie mit ihrer Mutter führt, und eine Aufforderung, die vitale Kraft des freien Willens für sich zu entdecken.

Helene Hegemanns 2010 erschienener Debütroman »Axolotl Roadkill« wurde in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt. »Bungalow« – nach »Jage zwei Tiger« Hegemanns dritter Roman – war für den Deutschen Buchpreis 2018 nominiert. Das Düsseldorfer Schauspielhaus zeigt das Werk als Uraufführung in der Regie von Simon Solberg.

Besetzung

Regie Simon Solberg ǀ Bühne María Reyes Pérez, Simon Solberg ǀ Kostüm Maike Storf ǀ Musik Miles Perkin ǀ Dramaturgie Janine Ortiz
Mit Florian Lange, Jonas Friedrich Leonhardi, Judith Rosmair, Lea Ruckpaul, Sebastian Tessenow, Minna Wündrich

Videos

Bungalow