Theater und Orchester Heidelberg

Carmen

Opéra comique in drei Akten und vier Bildern von Georges Bizet

  • Archiv – Spielzeit 2011|12

  • Opernzelt

Text Henri Meilhac und Ludovic Halévy, nach der Novelle von Prosper Mérimée
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

»Si tu ne m’aimes pas, je t’aime – Wenn du mich nicht liebst, dann liebe ich dich«, so lautet Carmens Credo über die Liebe, die kein Gesetz kennt. Leidenschaftliche Unberechenbarkeit und Willkür kennzeichnen auch sonst die Haltung dieser sich allen Konventionen verweigernden Frau, die die Freiheit und das Auskosten des Moments über alles stellt. Damit übt sie größte Faszination aus auf die sie umgebende Männerwelt – insbesondere auf den jungen Soldaten José. In ihm weckt Carmen die Sehnsucht nach Lebensentwürfen jenseits bürgerlicher Werte und Pflichten – und konfrontiert ihn mit der Schwierigkeit, diese zu leben. Immer wieder gerät er in Zwiespalt zwischen seiner Leidenschaft und den Anforderungen, die Familie, Beruf und Gesellschaft an ihn stellen; zweimal muss Micaela, mit der ihn einst die Aussicht auf eine gemeinsame Zukunft verband, ihn an seine sterbende Mutter erinnern, um ihn der Verführungskraft Carmens zu entreißen. Als diese Josés Unentschlossenheit satt hat und sich dem rassigen Escamillo hingibt, meint nun seinerseits José, seinen Tribut von Carmen fordern zu können. Doch sie folgt ihrem Ideal mit letzter Konsequenz, koste es den Tod.

Besetzung