Theater und Orchester Heidelberg

CONVERSION_1

Eine deutsch-amerikanische Chogeographie in Zusammenarbeit mit der costa compagnie

»Heidelberg certainly had a substancial strategic importance to the US Army and the NATO. Back in 1983 and still in 2003, because it was a very central location to contributing to the ›Global War on Terror‹, both in Iraq and in Afghanistan.«

»I miss that place so much!«

Im Sommer 2013 verließ die US-Armee mit ihren knapp 8.000 Soldaten die Stadt Heidelberg. Ein historisches Ereignis, dem sich die costa compagnie aus Hamburg und das Theater und Orchester Heidelberg widmen. Während der Spielzeit recherchierte das Team in Heidelberg, führte Interviews mit Bürgerinnen und Bürgern, die Erlebnisse und Gedanken aus fast 70 Jahren US-amerikanischer Präsenz thematisierten. Anfang des Jahres reisten vier Künstlerinnen und Künstler in die USA. Auf ihrer knapp 5.000 Kilometer langen Reise sprachen sie mit zahlreichen ehemals in Heidelberg stationierten Soldaten und ihren Familien über deren Erinnerungen zwischen 1945 und 2013, sodass ein vielschichtiges Bild der deutsch-amerikanischen Beziehungen entstehen konnte. Die über 40 Interviews und das entstandene Ton- und Bildmaterial bilden die Grundlage der Tanz-Performance CONVERSION_1. Aufführungsort ist die Turnhalle auf dem Gelände des früheren US-Hospitals in Rohrbach. Bevor in der derzeitigen Geisterstadt der Konversionsprozess voranschreitet, vieles abgerissen oder umgebaut wird, bietet CONVERSION_1 durch die Berichte der befragten Zeugen Einblick in die Geschichte des Ortes. Tanz, Text, Video und Ton verschmelzen hier zu einer sinnlich-essayistischen Dokumentation. Welche Spuren hinterlässt die US-Armee in Heidelberg und den teilhabenden Personen? Wie beeinflusst Mensch den Raum und Raum den Menschen? Wo trifft Weltpolitik auf lokale Geschichten?

Begleitend findet am 02. Juli, 19.30 Uhr im Alten Saal, eine Podiumsdiskussion unter dem Titel Restaging the USA statt. Versucht wird eine Positionsbestimmung von Kunst und Wissenschaft nach Abzug des US-Militärs. Prof. Dr. Maria Höhn vom Vassar-College (Poughkeepsie/USA), Dr. Wilfried Mausbach vom Heidelberg Center For American Studies, Prof. Dr. Martin Klimke von der New York University Abu Dhabi, Katharina Kellermann und Felix Meyer-Christian von der costa compagnie und weitere Gäste aus Kunst, Wissenschaft diskutieren über Erinnerung, Forschung und die Herausforderungen für Heidelberg nach dem Abzug der US-Truppen. Der Eintritt ist frei!

 

 

Besetzung

Pressestimmen

  • Mit Felix Meyer-Christian sprach Susanne Burkhardt im Theatermagazin »Rang 1« von Deutschlandradio Kultur. Das Interview, ausgestrahlt am 12.07.2014, können Sie hier nachhören.

    Auf »historische Spurensuche« habe sich die costa compagnie begeben, sie schreite in ihrer Performance »geographische und zeitliche Räume ab, immer auf der Suche nach der erlebten Erinnerung, die für den Einzelnen die Wirklichkeit darstellt«, schreibt Ingeborg Salomon in der Rhein-Neckar-Zeitung (11.07.2014). In »110 kurzweiligen Minuten« setze der künstlerische Leiter Felix Meyer-Christian »die Mitglieder der Costa Compagnie eindrucksvoll in Szene, besonders die Tanz-Szenen zeugen von großer Professionalität«.

     

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  • Gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes

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