Theater und Orchester Heidelberg

D’après une histoire vraie

CCN Montpellier/Christian Rizzo (Frankreich)

D’après une histoire vraie ist Anmut und Ekstase. Konzentriert finden acht Männer zusammen. Zu Beginn der zeitgenössischen Tanzsprache folgend, werden zunehmend Gesten, Schritte und Formationen mediterraner Gruppentänze sichtbar. Live-Drums von Didier Ambact und King Q4, zwischen traditionellen Rhythmen und Rock-Rave oszillierend, treiben das 2013 uraufgeführte und mittlerweile zum Kultstück avancierte Tanzstück voran. Dem Sog der überschwänglichen Bewegungen und den lauten Beats hingegeben, lässt sich der Betrachter von der Schönheit, Kraft und Zärtlichkeit dieses männlichen Tanzes in die eigene Trance schlagen.

Christian Rizzo, 1965 in Cannes, Frankreich, geboren, begann seine Künstlerkarriere in Toulouse, wo er eine Rockband ins Leben rief und ein Modelabel kreierte. Er studierte anschließend Bildende Kunst und wandte sich in den 1990-Jahren dem Zeitgenössischen Tanz, der Performance sowie dem Theater zu. 1996 gründete er die Compagnie l’association fragile. Parallel nahm er Auftragsarbeiten als Modeschöpfer und Bildender Künstler an. In seinen Projekten vermischt Rizzo visuelle Kunst, Tanz, Musik und (Mode-)Design und arbeitet mit einer Vielzahl von Choreografen zusammen, darunter Mathilde Monnier, Hervé Robbe, Mark Tompkins und Georges Appaix. Mittlerweile sind mehr als 30 Produktionen entstanden. 2003 gewann Christian Rizzo vom Syndicat de la critique den Preis für die choreografische Entdeckung des Jahres. Für D’après une histoire vraie erhielt Rizzo den SACD-Preis in der Kategorie Choreografie. Seit Januar 2015 ist er Leiter des Centre Chorégraphique National (CCN) de Montpellier.

Besetzung

Konzept, Choreografie, Bühne und Kostüme Christian Rizzo
Tänzer Fabien Almakiewicz, Yaïr Barelli, Massimo Fusco, Miguel Garcia Llorens, Pep Garrigues, Kerem Gelebek, Filipe Lourenço und Roberto Martínez
Komposition und Schlagzeug Didier Ambact und King Q4
Licht Caty Olive    
Produktion l’association fragile
Koproduktion Théâtre de la Ville (Paris), Festival d’Avignon, Opéra de Lille, Le Centre de développement chorégraphique de Toulouse – Midi-Pyrénées, La Ménagerie de Verre (Paris), La Filature Scène nationale (Mulhouse), l’Apostrophe, Scène nationale de Cergy-Pontoise et du Val d’Oise, Centre Chorégraphique national de Rillieux-la-pape (Direction Yuval Pick)
Förderung Conseil régional Nord-Pas de Calais, Convention Institut français und der Stadt Lille, l’association Beaumarchais – SACD und Institut français im Rahmen des Circles-Programms
Unterstützung Phénix scène nationale Valenciennes
Residenzen Opéra de Lille, Centre Chorégraphique national de Rillieux-la-pape, Centre Chorégraphique national Roubaix Nord-Pas de Calais