Theater und Orchester Heidelberg
Foto Jörg Brüggemann

Das neue Leben

where do we go from here. unplugged.
frei nach Dante Alighieri in der Regie von Christopher Rüping; Schauspielhaus Bochum

frei nach Dante Alighieri, Meat Loaf und Britney Spears

auf Grundlage einer Übersetzung von Thomas Vormbaum

Und jetzt stellen wir uns vor: Wir sind neun Jahre alt und treffen die Liebe unseres Lebens. Wir treffen sie nicht wirklich, es ist nur ein Blick. Aber wir sind wie geblendet. Mit 18 sehen wir sie wieder: ein Gruß (kein Kuss) von ihr, weit weg. Und eigentlich war es das auch schon. Kein Wort, kein Kontakt. Doch unser ganzes Leben werden wir dieser Liebe widmen. Dann geht es uns wie Dante Alighieri. Ein Italiener, im Jahr 2021 jährt sich sein Todestag zum 700. Mal, einer der größten Schriftsteller Europas aller Zeiten.

Als die Pest wütet und die geliebte Beatrice jung verstirbt, hat er nichts erreicht – außer einem Stapel glühender Liebesgedichte und Liebeslieder. Für Dante beginnt ein neues Leben durch innere Erneuerung. Sein Werk steht auch dafür, wie Dichtung durch Liebe inspiriert wird. Am Ende gilt ein Wunsch: Dante will Beatrice wiedersehen. Und hierfür schreibt er, rund zwanzig Jahre später, sein Jahrtausendwerk: »Die Göttliche Komödie«. Ein Ritt durch Hölle, Fegefeuer bis ins Paradies – wo er Beatrice wieder trifft. Die Hoffnung auf eine zweite Chance hat jede:r schon einmal verspürt. Where do we all go from here? Beatrice weiß vielleicht eine Antwort.

Das Gastspiel des Schauspielhaus Bochum ist eine Unplugged-Adaption der Originalinszenierung. Bestimmte Elemente des Bühnenbildes im zweiten und dritten Teil der Aufführung können aus technischen Gründen auf der Bühne in Heidelberg nicht gezeigt werden oder nur in reduzierter Form. Regisseur Christopher Rüping hat hierfür eine Unplugged-Version inszeniert.

Besetzung

Regie Christopher Rüping
Bühne Peter Baur
Kostüme Lene Schwind
Musik Jonas Holle
Klavierarrangements Paul Hankinson
Lichtdesign Bernd Felder
Dramaturgie Vasco Boenisch

Mit William Cooper, Viviane De Muynck, Anna Drexler, Damian Rebgetz, Anne Rietmeijer