Theater und Orchester Heidelberg

Der Geizige

Komödie in fünf Akten von Molière

Deutsch von Annegret Ritzel

Valère hat eine Stelle bei Herrn Harpagon angenommen, um unerkannt in der Nähe von dessen Tochter Elise sein zu können, in die er sich verliebt hat. Harpagons Sohn Cléante liebt ohne Wissen des Vaters die schöne, aber arme Marianne. Doch Harpagon hat andere Pläne. Er will Elise ohne Mitgift an den alten, aber reichen Anselm und Cléante an eine wohlhabende Witwe verheiraten. Er selbst möchte nämlich Marianne zur Frau. Sein Herz indes schlägt bloß für seine im Garten vergrabene Kassette mit Gold. Sein ganzes Tun ist von unmenschlichem Geiz und der Gier nach noch mehr Gold bestimmt. Denn Harpagon ist: der Geizige. So sprichwörtlich wie Ebenezer Scrooge oder Dagobert Duck. Seine ausschließliche Liebe zum Geld entfremdet ihn von allem – von der Gesellschaft, der Familie, sogar vom eigenen Ich. In Harpagon hat Molière seine am meisten überzeichnete, aber auch bedrohlichste und zugleich aktuellste Figur geschaffen. Das Stück, eine seiner wenigen Prosakomödien, wurde 1668 uraufgeführt.

Der Regisseur Christian Brey studierte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart und war von 1997 bis 2011 Mitglied des Schauspielensembles am Staatstheater Stuttgart. Er führte Regie bei Werken von und mit Harald Schmidt und trat in dessen Late-Night-Show auf. Seit 2011 arbeitet Christian Brey als freier Regisseur und hat sich dabei auf Komödien spezialisiert. Der Geizige ist seine erste Inszenierung in Heidelberg.

Besetzung