Theater und Orchester Heidelberg

Der Getreidespeicher

von Natalia Vorozhbyt
Erstes Kinder- und Jugendtheater Lwiw, Regie Andrij Prychodko

  • Archiv – Spielzeit 2016|17

  • GastspielUraufführung

    Alter Saal+

In ukrainischer Sprache mit deutschen Übertiteln

im Anschluss Publikumsgespräch

Die Handlung spielt vor dem Hintergrund der größten Tragödie der ukrainischen Geschichte des 20. Jahrhunderts, als die Ironie des Schicksals niemanden verschonte und gewöhnliche, alltägliche Dinge wie das Verlangen nach Glück, Eifersucht und Religion, Liebe und Verrat eine moralische Dimension bekamen. Infolge von Zwangskollektivierung in der Stalinära kam es Anfang der 1930er Jahre in der Ukraine zu einer künstlich herbeigeführten Hungersnot, die unzählige Menschenleben kostete und als nationales Trauma bis heute fortbesteht. Der Getreidespeicher ist ein Anlass, sich mit dieser Geschichte auseinanderzusetzen, sie zu verstehen und zu überdenken. Trotz der zeitlichen Distanz beschäftigt sich das Stück mit aktuellen Fragestellungen. Der Getreidespeicher ist die erste Theater-Koproduktion in Lwiw, die zeigen soll, dass die Zusammenarbeit zwischen staatlichen Kulturinstitutionen und freien Künstlerinnen und Künstlern möglich ist.

Natalya Vorozhbyt lebt und arbeitet als Autorin für Theater, Film und Fernsehen in Kiew. Sie ist Mitbegründerin der dokumentarischen Theatergruppe Theatre of Displaced People. Das auf Erinnerungen ihrer Großmutter basierende Stück Der Getreidespeicher wurde von der Royal Shakespeare Company Stratford-upon-Avon bereits 2009 uraufgeführt, bevor es in Russland und der Ukraine gespielt werden konnte.

Besetzung

Regie Andrij Prychodko | Bühne und Kostüme Bogdan Polishchuk | Ton Oleksandr Kleinos | Licht Svitlana Korenkova | Mit Bohdan Balko, Dmytro Bartkov, Bohdana Bonchuk, Oleksandr Chesherov, Ihor Danchuk, Olha Hapa, Ihor Huliuk, Vasyl Kogut, Liubov Kuz, Natalija Mazur, Mykhailo Ponzel, Oleksandr Tryfoniuk, Vasyl Vasylyk, Tetiana Zakharova

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