Theater und Orchester Heidelberg

Die Maestros von Morgen

Giacomo Puccini (1858-1924)
Preludio sinfonico
Peter Iljitsch Tschaikowsky (1840-1893)
Variationen über ein Rokokothema A-Dur op. 33
Antonín Dvořák (1841-1904)
Symphonie Nr. 8 op. 88 G-Dur

Das traditionelle Konzert zur Schlossbeleuchtung dirigieren dieses Jahr »Die Maestros von Morgen«. Das sind junge Dirigenten, die in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Musikrat ausgewählt wurden und mit ihrem Talent das Publikum verzaubern werden. Betreut werden sie von Maestro Johannes Schlaefli, dem Chefdirigenten des Kurpfälzischen Kammerorchesters Mannheim. Romantische Musik bringen sie zu Gehör: brillante Melodie-Kaskaden, passend zur atemberaubenden Illumination, die das Heidelberger Schloss und die Alte Brücke in ein Farbenmeer tauchen. Den ersten Funkenregen versprüht das Preludio sinfonico von Giacomo Puccini. Der große italienische Opernkomponist verfasste sein frühes Werk im Jahr 1882 – noch während seines Studiums in Mailand. Herzbewegende Melodik und Leidenschaft im Ausdruck: hier zeigt sich bereits die Meisterschaft Puccinis. Weiter glüht und leuchtet es mit Tschaikowsky. Die musikalische Welt des 18. Jahrhunderts will der Klangmagier mit seinen Rokoko-Variationen beschwören – besonders die Wolfgang Amadeus Mozarts, dessen Musik ihn »zu Tränen« rührte. Heiter und elegant ist seine Komposition. Obwohl sich der Komponist in einer tiefen persönlichen Krise befand, lässt er eine unbeschwerte Traumwelt in Erscheinung treten. Zündende musikalische Ideen feuert dann Antonín Dvořák ab: 1889 schrieb er seine 8. Sinfonie. Ganz volkstümlich kommt sie daher: teils augenzwinkernd, teils voll tiefer Ernsthaftigkeit – aber immer überraschend!