Theater und Orchester Heidelberg
Foto Florian Merdes

Die verlorene Ehre der Katharina Blum

oder: Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann
nach der Erzählung von Heinrich Böll / bearbeitet von John von Düffel

Eine junge Frau lernt auf einer Party einen Mann kennen. Sie verbringen die Nacht miteinander. Am nächsten Morgen ist er verschwunden, dafür steht die Polizei vor ihrer Tür. Der Vorwurf: Sie habe einem gesuchten Terroristen Beihilfe geleistet. Das demütigende Verhör ist nur der Auftakt einer sich überschlagenden Dynamik an Vorverurteilung, der sich Katharina Blum ausgesetzt sieht. Spätestens als die Boulevardpresse ihren Fall ausschlachtet, wird sie als eigentliche Verbrecherin inszeniert – und ihr Leben ohne mediale Rücksicht auf Unschuldsvermutung oder Privatsphäre nachhaltig zerstört.

Gut 50 Jahre nachdem Heinrich Böll mit seiner Erzählung die massive Macht der Medien anprangerte, bedrohen Shitstorms, Hass und Drohungen im Netz unsere Gesellschaft. Wie entsteht diese Form der Gewalt – und wie lässt sich dagegen Widerstand leisten?

Termin

Fr 16 September
Premiere
19.30 Uhr > Marguerre-Saal

Die verlorene Ehre der Katharina Blum

oder: Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann
nach der Erzählung von Heinrich Böll / bearbeitet von John von Düffel

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Änderungen vorbehalten

Besetzung

  • Regie Ruth Messing
  • Bühne und Kostüme Ilka Meier
  • Video Sven Stratmann | Jan Enste
  • Musik Fabian Kuss
  • Dramaturgie Lene Grösch
  • Katharina Blum Esra Schreier
  • Hubert Blorna / Hach Hendrik Richter
  • Beizmenne / Sträubleder / Brettloh / Dr. Heinen Michael Schrodt
  • Trude Blorna / Frau Pelzer / Frau Schmil / Hertha Scheumel / Else Woltersheim Katharina Quast
  • Werner Tötges / Moeding / Herr Ruhwiedel Martin Wißner