Theater und Orchester Heidelberg

Grüß mir die Süßen, die reizenden Frauen

Franz von Suppé (1819-1895)
Ouvertüre zu »Leichte Kavallerie«

Franz Lehár (1870-1948)
aus »Paganini«
1. »Gern hab ich die Frau’n geküsst«
2. »Liebe, du Himmel auf Erden«
3. »Niemand liebt dich so wie ich«

Johann Strauss (1825-1899)
»Frühlingsstimmen-Walzer« für Gesang und Orchester

Eduard Strauss (1835-1916)
»Mit Extrapost« Polka schnell op. 259

Karl Millöcker (1842-1899)
aus »Der Bettelstudent«: »Ich hab‘ kein Geld, bin vogelfrei«

Johann Strauss
»Schwipslied« (Annen-Polka)

Carl Zeller (1842-1898)
aus »Der Vogelhändler«: »Schenkt man sich Rosen in Tirol«

– Pause –

Johann Strauss
»Kaiserwalzer« op. 437

Nico Dostal (1895-1981)
aus »Clivia«: »Ich bin verliebt«

Franz Lehár
aus »Der Zarewitsch«: »Es steht ein Soldat am Wolgastrand«

Johann Strauss
»Im Sturmschritt« Polka schnell op. 348

Robert Stolz (1880-1975)

aus »Der Favorit«: »Du sollst der Kaiser meiner Seele sein«

Emmerich Kálmán (1882-1953)

aus »Gräfin Mariza«: »Grüß’ mir die süßen, die reizenden Frauen im schönen Wien«

Johann Strauss
aus »Die Fledermaus«: »Spiel’ ich die Unschuld vom Lande«

Johann Strauss
aus »Wiener Blut«: »Wiener Blut« – Duett

Prickelnd wie Champagner, hinreißend wie ein Walzer, turbulent wie der Karneval, melancholisch wie eine vergangene Liebe, unwahrscheinlich wie – Operette: Nirgends sind Illusion, Maskerade, Verschwendungssucht und Liebesleid schöner als in der leichten Muse des Musiktheaters. Der Wiener Operette verschreibt sich das vierte Schlosskonzert und lässt die Atmosphäre glanzvoller Redoutenbälle und prunkvoller Gründerjahre, der Depression nach dem Börsenkrach und des von Johann Strauss Vater und Sohn entfachten Walzerwahnsinns wieder aufleben. Mit Arien von Johann Strauss, Franz Lehár oder Emmerich Kálmán flanieren Operetten wie Die Lustige Witwe, Der Vogelhändler oder Die Fledermaus vorüber; erklingen Berühmtheiten wie »Gern hab ich die Frauʼn geküsst« aus Lehárs Paganini, das »Schwipslied« aus Straussʼ Eine Nacht in Venedig und natürlich »Grüß mir mein Wien« aus Kálmáns Gräfin Mariza. Mit Annika Sophie Ritlewski und der Kanadierin Sharleen Joynt erwecken zwei Sopranistinnen die Arien zum Leben, die auf der Heidelberger Opernbühne glänzende Erfolge feierten: Annika Sophie Ritlewski etwa als eindringlich-berührende Emilia in Marco Attilio Regolo, Sharleen Joynt unter anderem als so intensiver wie virtuoser Erster Sopran in Wolfgang Rihms Dionysos. Für die Tenorpartien konnte der junge, renommierte Tenor Christian Zenker gewonnen werden, der sich Oper und Konzert gleichermaßen widmet. Als Konzertsänger arbeitete er mit namhaften Dirigenten wie Fabio Luisi, Dennis Russell Davies oder Philippe Herreweghe und mit Orchestern wie den Münchner Philharmonikern, der Sächsischen Staatskapelle Dresden und dem Beethoven-Orchester Bonn zusammen.