Theater und Orchester Heidelberg

Himmel und Hände

von Carsten Brandau
Theater der Stadt Aalen, Regie Winfried Tobias

4+
  • Archiv – Spielzeit 2016|17

  • GastspielUraufführung

    Zwinger 1+

Austauschgastspiel Mülheimer Theatertage NRW

im Anschluss Publikumsgespräch

Die Freunde A und O sind ganz verschieden: Während das A fest auf zwei Beinen steht und den Kopf gen Himmel streckt, schwingt das O rund wie ein Loch und will lieber buddeln. Trotzdem entdecken sie gemeinsam die Welt, besuchen zusammen den Kindergarten – welche Konsequenz ihre Unterschiedlichkeit hat, wird erst klar, als der erste Schultag naht. Trennen sich jetzt ihre Wege? Himmel und Hände ist eine Geschichte der Gegensätze. Sie handelt vom Anfang und vom Ende, vom Denken und Machen, von der Gemeinschaft und der Einsamkeit, von einem ICH, das sich in der Unterscheidung vom DU erkennt und gleichzeitig in der Begegnung mit dem Anderen wächst. Brandau schafft dabei Bilder und Situationen, die wohl jedes Kind kennt. Gleichzeitig ist der Text ein kleines Sprachkunstwerk, dessen Ton an Ernst Jandl oder Konrad Bayer, manchmal auch an Samuel Beckett erinnert – ein Spiel über die suggestive Kraft der Worte, die Wirklichkeit der Bühne und die Wirklichkeit der Welt, über die Poesie der Buchstaben, Begreifen und Begriffe.

Der Autor Carsten Brandau erhielt den Mülheimer KinderStückePreis 2015 für Dreier steht Kopf und 2016 für Himmel und Hände. Das Stück ist als Auftragswerk für das Theater der Stadt Aalen entstanden und im Rahmen von »Nah dran! Neue Stücke für das Kindertheater« mit Mitteln der Kulturstiftung des Bundes gefördert worden.

Besetzung

Regie Winfried Tobias | Bühne und Kostüme Ariane Scherpf | Dramaturgie Anne Klöcker | Mit Marcus Krone, Alice Katharina Schmidt