Theater und Orchester Heidelberg
Foto Sebastian Bühler

Kleiner Mann – was nun?

nach dem Roman von Hans Fallada

Empfohlen ab 15 Jahren

Das junge Ehepaar Emma, genannt Lämmchen, und Johannes Pinneberg erwartet ein Kind – aber es sind schlechte Zeiten für Nachwuchs. Die Weltwirtschaftskrise tobt, Pinneberg verliert seine Arbeit als Buchhalter, das Geld ist mehr als knapp und die soziale Würde der kleinen Familie wird auf eine harte Probe gestellt. Hätte Pinneberg sein Lämmchen nicht, würde er höchstwahrscheinlich an den Verhältnissen zerbrechen, aber die junge Frau kämpft unerschütterlich für ihr kleines Glück und hält sich am tiefen Glauben an die Liebe fest. Warmherzig und dramatisch erzählt Hans Fallada von zwei Menschen, die die Hoffnung auf eine bessere Welt nicht aufgeben. »Kleiner Mann – was nun?« erschien 1932 und wurde ein Weltbestseller, in zwanzig Sprachen übersetzt und mehrfach verfilmt. 2016 wurde erstmals die ungekürzte Originalfassung des Romans veröffentlicht. Fast ein Viertel des Textes fehlte in bisherigen Ausgaben, politische Äußerungen waren abgeschwächt worden – nun zeigt sich der authentische Fallada.
Regie führt Markolf Naujoks, dessen atmosphärisch-musikalische Theaterabende großen Wert auf das Erzählen legen. In Heidelberg arbeitet er regelmäßig am Jungen Theater, im Schauspiel zuletzt bei »Pfirsichblütenglück« von Gesine Schmidt.

Theaterpädagogisches Begleitangebot: Begleitmaterial

Termine

Fr 21 Dezember
20.00–22.40 Uhr > Zwinger 1

Kleiner Mann – was nun?

nach dem Roman von Hans Fallada

So 23 Dezember
19.00–21.40 Uhr > Zwinger 1

Kleiner Mann – was nun?

nach dem Roman von Hans Fallada

Weitere Termine
Do 17 Januar
20.00–22.40 Uhr > Zwinger 1

Kleiner Mann – was nun?

nach dem Roman von Hans Fallada

Do 7 Februar
20.00–22.40 Uhr > Zwinger 1

Kleiner Mann – was nun?

nach dem Roman von Hans Fallada

Mo 18 Februar
20.00–22.40 Uhr > Zwinger 1

Kleiner Mann – was nun?

nach dem Roman von Hans Fallada

Di 19 Februar
Zum letzten Mal
20.00–22.40 Uhr > Zwinger 1

Kleiner Mann – was nun?

nach dem Roman von Hans Fallada

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Kleiner Mann – was nun?

Trailer von Thiemo Hehl

Pressestimmen

  • In Heidelberg sei es Regisseur Markolf Naujoks geglückt, aus Falladas 550-Seiten-Roman einen »knackigen Theaterabend zu zaubern« der »nah an der Vorlage« bleibe, freut sich Heide Seele in der Rhein-Neckar-Zeitung (27.11.2017). »Genial« findet die Rezensentin, wie Naujoks die Erzählstimme auf die »versierten Darsteller« verteilt habe, die mit »imponierender Flexibilität unterschiedliche Rollen« ausfüllten. »Voller Spannung« seien die Dialoge durch die von den Schauspielern individuell gesetzten Akzente. Die Inszenierung besteche durch »authentische Atmosphäre«, »doppelten Boden und hohen Unterhaltungswert«: »Wer sie besucht, erlebt, wie sich ein wichtiges Kapitel deutscher Geschichte ins Heute holen lässt.«

     

    »Entkleidet« wie der Bühnenraum würden die Figuren in Naujoks Bühnenfassung, der Regisseur habe seinen Blick auf die »persönlichen Befindlichkeiten der Figuren fokussiert« und lasse im Laufe des Abends »den Kern eines Jeden« sichtbar werden, beobachtet Eckhard Britsch im Mannheimer Morgen (25.11.2017). »Erzähl- und Spielebenen« würden »kunstvoll verschränkt« und die »überzeugende Besetzung« spitze den Abend »in Richtung nahe gehender Beklemmung zu«, auch mit Blick auf den Zustand unserer Gesellschaft heute. Viel Zuspruch habe es für »die eindringliche und vielseitige Ensembleleistung« gegeben.