Theater und Orchester Heidelberg

Kongoland

von Nina Gühlstorff, Laurenz Leky, Thomas Rustemeyer
Theater Rampe Stuttgart, Regie Nina Gühlstorff

  • Archiv – Spielzeit 2014|15

  • Uraufführung

    Zwinger 1+

im Anschluss Publikumsgespräch

Zeit für Geschenke. Für diejenigen, die das Leben nicht so bedacht hat, unterhält die Zivilgesellschaft ein strahlendes Netz der Charity-Kultur. »Und es mag am deutschen Wesen, einmal noch die Welt genesen.« Auf der Bühne steht der deutsche Brunnenbauer in Afrika. Er ist auch Expat, NGO-Mitarbeiter, Entsendeorganisation, Aussteiger und Kulturbotschafter. Er betreibt Technologie-, Wissens- oder Bildungsexport, sammelt Hilfsgüter und Spenden und kennt die Transportwege in Richtung Global South. Er hat aus seinen Vorstellungen und in seinen  Warenlagern ein Land entwickelt, von dem er hier als Kongoland berichten wird. Er versucht eine Dokumentation dieses fiktiven Kongolands, bevor es vielleicht schon bald verschwunden sein wird: »Die Welt wird schwarz«, prophezeit der Philosoph Achille Mbembe und entwickelt ein neues Weltbild.
Aus Gesprächen mit deutschen Expats und Entwicklungszusammenarbeitern montiert Nina Gühlstorff den Text zu dieser Theaterstudie. Als Regisseurin hat sie sich auf Recherchearbeiten spezialisiert, in denen sie soziale und politische Schieflagen unserer Gesellschaft befragt.

Koproduktion von Theater Rampe und Nyx e. V.

Besetzung

Regie Nina Gühlstorff
Ausstattung Thomas Rustemeyer
Dramaturgie Martina Grohmann
Mit Laurenz Leky