Theater und Orchester Heidelberg

Krieg der Welten

nach Motiven eines Hörspiels von Orson Welles und Howard Koch
Oldenburgisches Staatstheater

  • Archiv – Spielzeit 2015|16

  • GastspielUraufführung

    Zwinger 1+

Bearbeitung für die Bühne von Luise Voigt und Jonas Hennick

Der Halloween-Abend des Jahres 1938. Millionen Menschen sitzen vor ihren Rundfunkempfängern und hören Tanzmusik. Plötzlich eine Sonderdurchsage: Ein Observatorium meldet große Gasexplosionen auf dem Mars. Doch zurück zur Musik. Seichte, beschwingte Rhythmen dringen in jedes Ohr. Wenige Minuten später die nächste Zwischenschalte: Ein riesiges, flammendes Objekt ist auf eine Farm gestürzt. Die Zuhörer werden aufgeregter – der Reporter langsam panisch, als er verkündet: »Gott im Himmel! Etwas kriecht aus dem Schatten wie eine graue Schlange. Das sieht wie ein Tentakel aus … Ich kann seinen Körper sehen … groß wie ein Bär und glänzend wie nasses Leder.« Noch Tage später entdeckt man in Wäldern und U-Bahn-Schächten verängstigte Menschen, die sich vor der vermeintlichen Gefahr versteckt hatten. Den Beweis für die Manipulierbarkeit des Menschen durch Massenmedien hätte man nicht beeindruckender erbringen können.

Die Regisseurin Luise Voigt, geboren 1985, nähert sich einem der berühmtesten Tondokumente der Zeitgeschichte auf humorvolle Art, indem sie in einer Live-Hörspiel-Situation zeigt, mit welchen einfachen Tricks und Mitteln der vermeintliche Weltuntergang simuliert werden kann. Ein Spiel mit den Realitäten von Hören und Sehen, Denken und Fühlen.

Besetzung

Regie Luise Voigt | Musik Björn SC Deigner | Dramaturgie Jonas Hennicke | Mit Rajko Geith, Thomas Lichtenstein, Pirmin Sedlmeir

Partner und Sponsoren