Theater und Orchester Heidelberg

»Kunst«

von Yasmina Reza

  • Archiv – Spielzeit 2015|16

  • Wiederaufnahme

Aus dem Französischen von Eugen Helmlé

Serge ist längst geschieden, die Beziehung von Yvan entpuppt sich noch vor der Hochzeit als Katastrophe, und Marcs Freundin Paula ist für ihn mehr Ärztin als Partnerin, immer mit dem neuesten Schrei aus der Homöopathie zur Stelle. Die Männerfreundschaft der drei hingegen hat bisher alles überstanden. Was könnte sie trüben? Serge kauft sich ein Bild des teuer gehandelten Antrios. Auf dem ist allerdings nicht viel zu sehen, erst wenn man im richtigen Winkel steht, erkennt man feine Nuancierungen im Weiß. Marc ist entsetzt über die »weiße Scheiße« und zweifelt am Verstand seines Freundes. Yvan versucht alles gelassen zu sehen, aber zeigt er dadurch nicht, wie sehr ihm Serge egal geworden ist?
Yasmina Rezas Komödie kratzt in pointierten, komischen Dialogen nicht nur am Mythos der Männerfreundschaft, sondern führt mit scharfem Blick für das scheinbar Nebensächliche amüsant verschiedene Moden wie Psychologie und Dekonstruktivismus vor.

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»Kunst«

Trailer von Eduardo Serrano

Pressestimmen

  • »Drei Männer streiten über Kunst. Natürlich zum Totlachen«, schreibt Alfred Huber im Mannheimer Morgen (02.01.2012). Von »funkensprühenden Effekten geistvoller Dialoge«, auf die Bühne gebracht von »drei Vollblutschauspielern«, berichtet Volker Oesterreich in der Rhein-Neckar-Zeitung (02.01.2012) und merkt an: »Fest steht nach dieser Inszenierung eins: Der Marktwert von ›Kunst‹ steigt weiter.« Das Darmstädter Echo (03.01.2012) stellt fest, die Komödie sei von Yasmina Reza »wirkungsvoll angelegt« und der Regisseur habe sie »rund um ein rotes Ledersofa präzise umgesetzt«.

    Nach dem Umzug der Produktion vom Theaterkino in den Alten Saal berichtete die Rhein-Neckar-Zeitung rund ein Jahr nach der Premiere (10.12.2012) erneut. Volker Oesterreich schreibt, das Dreipersonenstück habe sich zu einem »Kassenschlager« entwickelt, bei dem das Publikum auch am neuen Spielort »vor Vergnügen gluckst und kichert«, die Produktion wirke auch nach 30 Vorstellungen »noch immer frisch und mitreißend«.