Theater und Orchester Heidelberg

Mazeppa

Oper in drei Akten und sechs Bildern von Peter Iljitsch Tschaikowsky

Text vom Komponisten
Nach dem Libretto von Wiktor Petrowitsch Burenin,
nach dem Poem Poltawa von Alexandr Sergejewitsch Puschkin

In russischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Im zaristischen Russland. Mazeppa ist Anführer der ukrainischen Kosaken und Freund des Gutsherren Kotschubej. Dessen Tochter Maria liebt den wesentlich älteren Mazeppa und beschließt, gegen den Willen der Eltern und gegen jegliche Konvention mit diesem ihr Leben zu verbringen. Um sich zu rächen, verrät Kotschubej dem Zaren Mazeppas Pläne, sich mit den Schweden zu verbünden und dadurch die Ukraine dem Zarenreich zu entreißen. Doch der Zar glaubt ihm nicht und verurteilt Kotschubej zum Tode. Seine Warnung ist wenig später Realität geworden: Mazeppas Kosaken haben sich gegen das Zarenreich erhoben, wurden jedoch geschlagen. Auf der Flucht vor dem russischen Heer wird Mazeppa von Andrej, dem Jugendfreund Marias, zum Duell herausgefordert und erschießt diesen. Maria, dem Wahnsinn verfallen und von Mazeppa zurückgelassen, singt dem Sterbenden ein Schlaflied.

Die 1884 am Moskauer Bolschoi-Theater uraufgeführte Oper Tschaikowskys, dem Komponisten berühmter Meisterwerke wie Eugen Onegin und Pique Dame, hat im Repertoire russischer Bühnen ihren festen Platz. Nicht zuletzt wegen ihres politischen Gehaltes und der packenden wie einfühlsamen musikalischen Zeichnung der Charaktere ist es höchste Zeit, dieses in Deutschland selten gespielte Werk wieder neu für die Bühne zu befragen.

Besetzung