Theater und Orchester Heidelberg

münchhausen

von Armin Petras
Deutsches Theater Berlin in Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen

  • Archiv – Spielzeit 2015|16

  • GastspielUraufführung

    Alter Saal+

Ein Schauspieler steht auf der Bühne. Milan Peschel. Allein. Und wartet auf seinen Spielpartner, der schon längst da sein sollte. Er nimmt kein Blatt vor den Mund, plaudert aus dem Nähkästchen. Wo bleibt eigentlich der französische Kollege mit seinem Münchhausen-Kostüm? »Peschel steigert sich zu explosiven Momenten, wirbelt, tanzt eine Musicalnummer, animiert das Publikum und erzählt alte Witze. Es geht ja darum, die Leere zu spüren, die dann der Schauspieler, der Narr, der bezahlte Lügner füllen soll. Die Figuren bekommen ein eigenes Leben, und doch bleibt er selbst erkennbar, der körperbetonte, leidenschaftlich verspielte, differenzierte Feuerwerkschauspieler. Die Lüge ist auch eine Utopie, sagt Peschel in einem reflexiven Moment, die Ahnung einer besseren Welt. Ein geisteswitzsprühendes Sahnehäubchen, ein gedankenverspieltes Gourmetdessert für Kenner und solche, die es werden wollen« – so beschrieb Stefan Keim im Deutschlandradio Kultur diese poetisch-komödiantische Liebeserklärung an das Theater.

Milan Peschel inszenierte am Theater und Orchester Heidelberg bereits die Uraufführung Alles Gold was glänzt von Mario Salazar sowie die Komödie Die Kassette von Carl Sternheim. Jetzt kommt er mit münchhausen als Schauspieler auf die Bühne des Alten Saals zurück.

Besetzung

Regie Jan Bosse | Bühne und Kostüme Kathrin Plath | Dramaturgie Ulrich Beck | Mit Martin Otting, Milan Peschel