Theater und Orchester Heidelberg

My fair Lady

Musical von Frederick Loewe

Libretto von Alan J. Lerner nach dem Schauspiel Pygmalion von George Bernard Shaw und dem Film von Gabriel Pascal

Deutsch von Robert Gilbert

Sprache ist seine ganze Leidenschaft: Phonetikprofessor Henry Higgins brennt für die reinen Laute, die hohe Ausdruckskunst, »die Majestät und die Herrlichkeit der Sprache«. Und ist überzeugt, nicht Reichtum, Kleidung und Beruf sorgten für sozialen Erfolg, sondern: »Die Sprache macht den Menschen!« Zum Beweis wird er Eliza Doolittle, Straßenmädchen mit übelstem Gossenslang, das Sprechen lehren und der hohen Gesellschaft als Prinzessin vorstellen. Ein Experiment beginnt, in dem der eingefleischte Junggeselle Higgins unversehens selbst zum Probanden wird; sieht er sich doch statt eines bloßen Versuchsobjekts einer lebendigen Frau gegenüber – einer Frau mit vehementem Eigenwillen und losem Mundwerk, dem Professor in Beziehungsdingen weit überlegen und gar imstande, ihm sein Herz zu rauben …
Eine herzerfrischende Mischung aus Gesellschaftssatire, Geschlechterkampf, Sprachglosse, Liebesgeschichte und bezaubernder Musik.

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MY FAIR LADY

Trailer von Bernhard Kleine-Frauns

Pressestimmen

  • Für die Rhein-Neckar-Zeitung (11.07.2015) berichtet Ingeborg Salomon von der Wiederaufnahmepremiere − von »einem Augenschmaus aus Farben und Formen«. Der Abend sei »nicht nur sehr amüsant« gewesen und voll von »vielen originellen Einfällen«, »die Aufführung war auch musikalisch vom Feinsten und die einzelnen Charaktere waren überzeugend besetzt«. Die »Ohrwürmer« aus My fair Lady erklängen im Schlosshof »in ganz neuer Frische«, »fabelhaft einstudiert« der Opernchor und die Sänger wie die Musiker seien unter dem »souveränen Dirigat« von Dietger Holm »mit viel Freude bei der Sache«.

     

    Heide Seele besuchte für die Rhein-Neckar-Zeitung (07.07.2014) die Premiere und sah eine »umsichtige, ebenso leichtgewichtige wie auch auf starke Effekte setzende Regie«, in der Diana Tomsche mit »anrührender Intensität« und ebenso »standfest in ihrem Milieu verwurzelt wie mädchendhaft-sanft« die Titelrolle spiele und singe. Dietmar Nieder als Professor Higgins gebe sich »in seinen Worten und dem Sprechgesang so streng und unnachgiebig, dass manche engagiert mitgehende Premierengäste empört aufseufzten«. Höhepunkte des Abends seien die bekannten Ohrwürmer gewesen, »doch nicht nur vokal ist was los«. Klaus Brantzen gebe eine »markante Figur ab«, Zachary Wilson zeige »sensiblen« Gesang, erwähnenswert seien auch Katrin Schyns und, als »souverän agierende und singende Mutter«, Carolyn Frank. Das Orchester spiele die »schmissig-mitreißende Musik unter dem Dirigat von Dietger Holm beschwingt und mit ausgewogener Eleganz«; Lob der Kritikerin auch für die »originellen« Choreografien, den Chor und die Ausstattung des Abends.

     

    Einen »bunten, aber nicht banalen Spaß« erlebte Hans-Günter Fischer und schreibt im Mannheimer Morgen (07.07.2014), die Inszenierung von Andrea Schwalbach mache, unter anderem mit »wunderbar abgedrehter« Ausstattung Laune. Diana Tosche als Eliza bringe die »Berliner (Cockney-)Göre und die Sopranistin mit dem Spitzenton am Ende von >Ich hab‘ getanzt heut Nacht˂ nicht übel unter ihren schicken Hut« und Dietmar Nieder als Professor Higgins zeichne ein »zur Kenntlichkeit entstelltes Männer-Ego, hinter dessen Grobheiten der tiefe Wunsch lauert, endlich geliebt zu werden«. Lobend erwähnt werden zudem Klaus Brantzen als »gerissener Filou (und guter Mandolinenspieler)«, Katrin Schyns als seine Assistentin: »äußerlich zwar Gouvernante, doch im Inneren zu jeder Lust bereit«, und Dietger Holm am Pult des Philharmonischen Orchesters Heidelberg, der »die zahlreichen Reminiszenzen an die Wiener Operette (…) schön herausarbeitet«.

     

    Für den Wiesbadener Kurier und die Allgemeine Zeitung Mainz (07.07.2014) berichtet Christian Hoffmann von einem »leichten Musiktheater über die Bussi-Bussi-Gesellschaft und die Herrlichkeit der Sprache«. In der Inszenierung bei den Schlossfestspielen werde das Musical »mit tollen Liedern in deutscher Sprache und viel Tanz zu einem unterhaltsamen Spektakel«.