Theater und Orchester Heidelberg
Foto Estrella Melero

Othello

nach William Shakespeare von Fernando Epelde in der Regie von Marta Pazos; Eine Produktion von Voadora in Koproduktion mit MIT Ribadavia, Teatro da La Abadía und Teatro Nacional São João

auf Spanisch mit deutschen Übertiteln

Übersetzung von Miriam Denger

Zu Shakespeare zurückzukehren, heißt nach Hause zurückzukehren. Es tröstet, aber es kann Erinnerungen an Geschichten hervorrufen, die wir eines Tages vergessen wollten: Alles ist darin. Im Kosmos des englischen Barden gibt es eine Geschichte, in der sich eine Europäerin und ein Afrikaner ineinander verlieben. Aber am Ende des Textes stirbt sie, von seinen Händen ermordet. Othello ist Opfer und Henker zugleich. Er leidet unter Islamophobie und begeht einen Frauenmord, der aus einer Lüge geboren wurde. Eine Lüge, die wiederum aus Unsicherheit entsteht, weil man nicht bekommen hat, was man wollte.

Die gefeierte Regisseurin Marta Pazos und Fernando Epelde, ein junger Autor aus Galicien, präsentieren einen Othello für das 21. Jahrhundert: Eine neue Lesart, die den intimen Raum öffnet und aus der Perspektive der weiblichen Charaktere Desdemona, Emilia und Bianca entsteht. Was können wir heute tun, um den fatalen Lauf der alten Geschichte aufzuhalten? Stoppen wir sie und schlagen der Öffentlichkeit eine Debatte über die Konstruktion von Geschlecht und die eigentliche Struktur des patriarchalischen Systems vor.

Eine Produktion von Voadora in Koproduktion mit MIT Ribadavia, Teatro de La Abadía und Nationaltheater São João.

Besetzung

Regie und Bühne Marta Pazos
Licht Nuno Meira
Kostüme Silvia Delagneau
Musik Hugo Torres
Choreografie María Cabeza de Vaca
Dramaturgie Fernando Epelde, Marta Pazos
Produktionsleiter Montse Triola
Künstlerische Produktion Jose Díaz

Mit Diego Anido, Pablo Chaves, Ana Esmith, Chumo Mata, Mari Paz Sayago, Hugo Torres

Partner und Sponsoren

  • Mit Unterstützung von IBERESCENA und AGADIC – Axencia Galega das Industrias Culturais – Conselleria de Cultura e Turismo – Xunta de Galicia y Xacobeo 21-22.