Theater und Orchester Heidelberg

Point Of No Return

von Yael Ronen und Ensemble
Münchner Kammerspiele, Regie Yael Ronen

anschließend Publikumsgespräch

Für ihre Inszenierung begann Yael Ronen unter dem Titel Point Of No Return im Juli 2016 einen Probenprozess, der gegenwärtige Beziehungen und die Zukunft des Sex unter dem Einfluss technologischer Entwicklungen untersuchen wollte: Dating-Apps, Körperimplantate und Cyber-Sex sollten Gegenstand der gemeinsamen Gespräche und Recherchen mit den Schauspielern werden. Am 22. Juli verübte plötzlich David S. in München einen Amoklauf, der die ganze Stadt in Aufruhr versetzte. Die Angst der Münchner Bürgerinnen und Bürger machte aus dem Attentat einen Terroranschlag mit 67 Zielen. Und auch die Schauspielerinnen und Schauspieler erlebten diesen Abend auf je ihre Weise. Das Thema änderte sich schlagartig, jenes einschneidende Ereignis schien ein Point Of No Return zu sein. Gemeinsam mit den Schauspielern wandte sich Yael Ronen den komplexen psychologischen Dynamiken eines jeden Einzelnen während solcher Attentate und dem allgegenwärtigen Thema Terror zu. Jeder ist gefangen in der eigenen Reaktion, irgendwo zwischen realen Eindrücken und angstbesetzten Imaginationen und den durch Medien vermittelten, unbewussten Bildern, aus denen es – wie es scheint – keinen Weg zurück gibt.

Nach Niemandsland im Jahr 2012 ist wieder eine Inszenierung von Yael Ronen und ihrem Ensemble beim Heidelberger Stückemarkt zu Gast.

Besetzung

Regie Yael Ronen | Bühne Wolfgang Menardi  | Kostüme Amit Epstein | Video Claudius Schulz, Angelika Widel, Wolfgang Menardi  | Sounddesign Yaniv Fridel | Licht Jürgen Tulzer | Musik Yaniv Fridel, Ofer (OJ) Shabi | Dramaturgie Johanna Höhmann | Recherche und künstlerische Mitarbeit Bastian Zimmermann | Mit Niels Bormann, Dejan Bućin, Damian Rebgetz, Wiebke Puls, Jelena Kuljić