Theater und Orchester Heidelberg

Remake: Bonnie und Clyde

Video-Film-Performance von Klaus Gehre

14+
  • Archiv – Spielzeit 2014|15

  • WiederaufnahmeUraufführung

    Zwinger 3+

Bonnie und Clyde sind das berühmteste Gangsterpaar der USA und noch heute der Inbegriff für Freiheit und Leidenschaft. Während der Wirtschaftskrise Anfang der 1930er-Jahre hielt das Duo mit einer Reihe spektakulärer Banküberfälle ganz Amerika in Atem. Sie schockierten ebenso wie sie faszinierten. Als sie sich kennenlernen und ineinander verlieben, ist Bonnie Parker mit 20 Jahren bereits geschieden und arbeitslose Kellnerin und Clyde hat mehrere Gefängnisaufenthalte hinter sich. »Woher nehmen, wenn nicht stehlen!« In einem gestohlenen Auto machen sie sich 1932 auf den Weg, Banken auszurauben. Vier Jahre und dreizehn Leichen später findet ihre Geschichte ein spektakuläres Ende in einem von 167 Polizeikugeln durchsiebten Ford V8. Spätestens 1967 wurde das Paar durch Arthur Penns Film zur Legende. Dieses Roadmovie zeigt das Paar nicht als Helden oder Killer, sondern als Jugendliche aus der Provinz, die von einem aufregenden Leben träumen. Sie sind auf der Suche nach einem neuen Lebensmodell, das mehr verspricht, als die Gesellschaft ihnen bietet. Die Schauspieler des Jungen Theaters gehen dieser Suche und der Frage, wie viel eine Gesellschaft aushalten muss, mit Live-Kamera und nachgebauten Kulissen in einem außergewöhnlichen Theaterformat von Klaus Gehre nach.

Besetzung

Bilder

Remake: Bonnie und Clyde

Videos

REMAKE: BONNIE UND CLYDE

Trailer von Klaus Gehre

Pressestimmen

  • »Gleich zweifach gratuliert« Martin Vögele im Mannheimer Morgen (29.03.2014) dem Jungen Theater: »Zum Geburtstag und zu dieser glänzenden Inszenierung«. Der »stimmig-furiose Theaterabend« lade zum »großäugigen Staunen« ein, erzähle einerseits die Geschichte des »titelgebenden Paars« aber auch eine »Geschichte über das Erwachsenwerden, über Freiheitsdrang (…) und über die Liebe«. Das ganze sei »visuell spektakulär in Szene gesetzt« und das Ensemble biete »eine großartige darstellerische und technische Leitung«. »›Remake: Bonnie und Clyde‹ ist voller Humor, schillerndem Charme und Dramatik, zugleich verhandelt es einfühlsam den Schritt zum Erwachsensein – mit all seinen Unsicherheiten, Ängsten und Sehnsüchten.«

     

    »Anspruchsvoll« und »mehrdimensional« sei die »Live-Video-Inszenierung« von Klaus Gehre, schreibt Carmen Oesterreich in der Rhein-Neckar-Zeitung (31.03.2014). Die »Vermischung der Spielebenen zwischen Realität und Phantasie« fordere den Zuschauer zur Reflexion auf, und sei auch eine Herausforderung für das Ensemble: »Das sieht locker und imporivisiert aus, ist aber harte Arbeit«, »geniale« Momente gäbe es, wenn das Spiel auf der Bühne und die live produzierten Videobilder sich ergänzten. »Klaus Gehre hat mit diesem ›Road Play‹ einen actionreichen Abend zwischen Realität und Illusion geschaffen«, konstatiert die Kritikerin schließlich.