Theater und Orchester Heidelberg
James Homann (Rigoletto), Carly Owen (Gilda); Foto Sebastian Bühler

Rigoletto

Melodramma in drei Akten von Giuseppe Verdi

Libretto von Francesco Maria Piave nach dem Versdrama »Le roi s’amuse« von Victor Hugo
in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Empfohlen ab 16 Jahren

Als Hofnarr des Herzogs von Mantua gibt Rigoletto den eiskalten Zyniker, stets bereit, für seinen Dienstherrn alle und jeden verbal zu vernichten. Seine körperliche Missgestalt hat ihn zum Außenseiter gestempelt, was also gäbe es für ihn zu verlieren?
Doch hinter der scheinbar undurchdringbaren Mauer des Narren verbirgt sich ein liebendes Herz und ein großes Geheimnis: Rigolettos heranwachsende Tochter Gilda, die er vor den Zugriffen des Hofes, insbesondere vor denen des auf Mädchen und Frauen immer hungrigen Herzogs, versteckt hält. Eines Tages aber lässt sich Gilda nicht mehr vor der Welt aussperren, ihre Sehnsucht treibt sie geradewegs zum Herzog. Und ein Fluch, der auf Rigoletto lastet, beginnt zu wirken. »La maledizione«, der Fluch – so sollte nach Giuseppe Verdis Idee auch der Titel des Werkes lauten. Doch verschob sich nach zensurbedingten Umarbeitungen der politisch brisanten und in Frankreich verbotenen Dramenvorlage Victor Hugos der Fokus auf die musikalisch wie szenisch farbenreiche und hochkomplexe Gestaltung des Narren Rigoletto.
Die Uraufführung der Oper 1851 in Venedig kennzeichnet den Beginn von Verdis mittlerer Schaffensperiode und internationaler Künstlerkarriere.

Theaterpädagogisches Begleitangebot: »Mal gucken!« | Begleitmaterial | Einführung 

Termine

Mi 26 Dezember
Entfällt
19.00–21.45 Uhr > Marguerre-Saal

Rigoletto

Melodramma in drei Akten von Giuseppe Verdi

Do 17 Januar
19.30–22.15 Uhr > Marguerre-Saal | 18.45 Uhr Einführung

Rigoletto

Melodramma in drei Akten von Giuseppe Verdi

Weitere Termine
So 27 Januar
Zum letzten Mal
19.00–21.45 Uhr > Marguerre-Saal | 18.15 Uhr Einführung

Rigoletto

Melodramma in drei Akten von Giuseppe Verdi

Termine ausblenden
Änderungen vorbehalten

Besetzung

Bilder


Videos

Rigoletto

Trailer von Thiemo Hehl

Pressestimmen

  • »Überzeugend« fand Matthias Roth in der Rhein-Neckar-Zeitung (24.9.2018) die Grundthese des Abends, nach der Gilda »zwischen Freiheit und Verhängnis, zwischen Liebe und Selbstzerstörung keine echte Wahl« habe. Die Interpretation des Regieteams sei bei der Premiere zwar »nicht nur auf Gegenliebe« gestoßen, doch sei der Zuschauer am Ende »gerührt, gefesselt, schockiert zwar, aber heilsam erschrocken«. Inszeniert werde »höchst genau nach der Musik«, freut sich der Rezensent. Carly Owen als Gilda habe ein »vokales Rollenporträt der Extraklasse« gezeigt, Nenad Čiča als Herzog »stattliche Stimme und viel Charisma« und James Homann in der Titelrolle »starkes sängerisches Profil«. Auf »heftige Gefühle« habe Elias Grandy in seiner musikalischen Interpretation gesetzt, das »Philharmonische Orchester Heidelberg, das Ensemble, der Chor und der Dirigent wurden daher einhellig gefeiert«.

     

    In der Rheinpfalz (24.9.2018) zeigt sich Frank Pommer beeindruckt vom »szenischen Niveau« und der »erschütternden Setzung« des Regieteams, deren Inszenierung wie »ein Schlag in die Magengrube« gegen die Schönheit der Musik aufbegehre. Mit »voller Wucht« pralle die Musik auf das »grausame Bühnengeschehen« und werde als »zweckfreie Schönheit« entlarvt. Das müsse man nicht mögen, so der Kritiker, aber »unberührt lässt es einen nicht«.

     

    Auch Claus Walter berichtet in den Badischen Neuesten Nachrichten (24.9.2018) von einer Inszenierung von solcher Dichte und »großer Spannkraft«, dass man sich ihr »nicht entziehen« könne – nicht nur in den »sehr sorgfältig ausgearbeiteten Chorszenen«, sondern vor allem mit Blick auf Rigoletto und Gilda. »Sehr suggestiv« entwickele die Regie nicht nur die Figur der Gilda als »Studie in masochistischer Unterwerfung und Selbstaufgabe« sondern auch die Figur des Rigoletto, der, »mehr Täter als Opfer«, seine Tochter an das Regime des Herzogs verliert. »Bravourös mit packenden Koloraturen« und starker Intensität habe Carly Owen die Gilda gestaltet, auch James Homann als Rigoletto »begeistert« den Kritiker mit zunehmendem Farbreichtum und »gesanglichen Nuancen«. Auch das übrige Ensemble wie der »bestens vorbereitete Männerchor« habe sich auf hohem Niveau präsentiert.