Theater und Orchester Heidelberg
Magdalena Wabitsch (Ally); Foto Susanne Reichardt

Schimmerndes Wasser

von Johanna Emanuelsson

12+
  • Archiv – Spielzeit 2020|21

  • Live-Stream auf dringeblieben.de

aus dem Schwedischen von Dirk H. Fröse | Deutschsprachige Erstaufführung |

Schulklassen und Gruppen können die Produktion bei www.theater-stream.de als on-demand-Stream zum Preis von 5 € pro Person buchen.

Manisha und Ally – beide sind elfjährige Mädchen, doch alles andere als »alle anderen«. Sie haben keine Freunde, nur halbe Familien, seltsame Interessen und sind, so könnte man sagen, ziemlich düster. Manisha liebt Corpsepaint statt Glamour-Make-up. Ally, bleich, fast bläulich, seziert fette Kröten und anderes Getier. Lebendes und das Leben selbst scheinen ihnen eher kompliziert.

Die anderen, die saucoolen Mädchen, betrachten die beiden mit Abscheu und die Lehrerin mit dem üblen Kaffeemundgeruch findet sie lästig. Als das geliebte Meerschweinchen von Frau Kaffeemundgeruch aus dem Klassenzimmer verschwindet, verdächtigt sie die beiden sofort. Ally und Manisha reicht es. Während die anderen Mädchen im »Jugendclub für Saucoole« ablästern, fliehen die beiden in den Wald. Zwischen den Bäumen schimmert etwas – schwarzes funkelndes Wasser. Hier erkennen die Mädchen ihre Ängste, finden Worte, zu sich selbst und zueinander.

Die junge Autorin Johanna Emanuelsson zeichnet mit ihrer kraftvollen und gleichzeitig feinen Sprache ehrliche und eigenwillige Figuren, die auf wunderbar schräge Weise von Verlust, Sehnsucht und dem Leben selbst erzählen. Der junge Regisseur Andreas Weinmann entwickelt diese Inszenierung im Rahmen seines Regiestudiums.

Das digitale Programmheft zur Produktion finden Sie hier.

Besetzung

Regieassistenz Elisabeth Schneider
Regieassistenzhospitanz Paula Handl
Dramaturgiehospitanz Finn Tubbe

Technischer Direktor Peer Rudolph
Technischer Produktionsleiter Jens Weise
Technischer Leiter Zwinger 1+3 Dirk Wiegleb
Ton und Beleuchtung Alexander Dressler/Christian Raudzis/Michael Theil
Leiterin der Kostümabteilung Katharina Kromminga
Stellv. Leiterin der Kostümabteilung und Kostümbearbeitung Kristina Flachs
Gewandmeisterin Damen und Herren Karen Becker
Kostümassistentin Oktavia Herbst
Chefmaskenbildnerin Kerstin Geiger
Stellv. Maskenbildnerin Martina Müller
FSJ/Maskenbetreuung Chiara Brenn
Requisiteurin
 Mona Patzelt
Vorstand des Malersaals Dietmar Lechner
Leiter der Dekorationswerkstatt Markus Rothmund
Leiter der Schlosserei Karl-Heinz Weis
Leiter der Schreiner Klaus Volpp

Realisation Live-Stream Kate Ledina, Christoph Hertel, Christian Görmer (Bild)

Bilder


Pressestimmen

  • Sophie Vondung, Rezensentin der Deutschen Bühne (12. April 2021), ist begeistert von der »wunderbar humoristisch überzeichnet[en Lehrerin] als graue Perückenschurkin, die an Fräulein Knüppelkuh aus ›Matilda‹ oder auch an Nicole Kidmans fiese Tierpräparatorin aus ›Paddington‹ erinnert.« Zudem zeigt sie sich fasziniert von den »rasanten Szenenwechseln und klugen Kameraeinstellungen […], die den Stream zu einem gelungenen Theaterfilm [machen]«.

     

    »Regisseur Andreas Weinmann hat ein Händchen für eigenwillige und doch feinfühlige Inszenierungen«, beobachtet Ingeborg Salomon in der Rhein-Neckar-Zeitung (13. April 2021) und findet das Bühnenbild »sehr gelungen […] mit sparsam eingesetzter Lichtregie und eindrucksvollen Spiegeleffekten. Die Darstellerinnen verdien[t]en kräftigen Applaus […]«, so die Theaterkritikerin.

     

    Rezensent Martin Vögele vom Mannheimer Morgen (13. April 2021) findet am wirkmächtigsten die »fast regungslosen Momente« am Wasser. »Schimmerndes Wasser« in der Regie von Andreas Weinmann und seinem Team ist für ihn ein »gut inszeniertes und gespieltes Stück, das dem Publikum einen Teil seiner Magie mit nach Hause gibt«. Die Quintessenz, die er aus dem Stück zieht, ist »die Einsicht, dass die größte Zauberkraft von vorurteilsfreier, Anteil nehmender Mitmenschlichkeit ausgeht«.

Partner und Sponsoren

  • Kooperation mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main
  • Mit freundlicher Unterstützung durch die Hessische Theaterakademie HTA