Theater und Orchester Heidelberg

Spanische Nächte

2. Schlosskonzert

Heiße Affären, leidenschaftliche Tänze – mit Flamenco, Habanera und Fandango ist spanische Musik Ausdruck südlichen Temperaments und Lebensgefühls. Rauschhafte Klänge von Albéniz, Turina und Granados entführen das Publikum auf die glutvolle iberische Halbinsel. Natürlich darf dabei Musik aus der spanischsten aller Opern nicht fehlen: La Vida Breve – das kurze Leben. Manuel de Falla hat sie geschrieben und verwendet dabei viele Elemente aus der spanischen Folklore. Überhaupt – diese scheint so reichhaltig zu sein, dass auch Komponist JoaquÍn Turina nicht umhin kam, mit seinen Danzas fantasticas reichlich aus dem Repertoire des Flamenco zu schöpfen. Isaac Albéniz nennt sein bekanntestes Werk – stolz wie ein Spanier – gleich nach dem Namen seiner Heimat: Iberia. Und das Leben dieses Komponisten? Eine veritable Räuberpistole! Als Wunderkind begann Albéniz Klavier zu spielen, sein erstes Konzert gab er im Alter von vier Jahren. Seine Eltern präsentierten ihn dabei als Musketier. Im Alter von zwölf Jahren floh er als blinder Passagier übers Meer nach Puerto Rico; von dort weiter nach Buenos Aires, dann nach Kuba. Weiter ging es über New York und San Francisco zurück nach Spanien. In Leipzig schließlich studierte er bei Carl Reinecke und lernte sogar Franz Liszt kennen – der ihn besonders schätzte. Um das spanische Lebensgefühl komplett zu machen, fehlen diesem Abend nur noch Enrique Granados, Jerónimo Giménez y Bellido und Ruperto Chapí y Lorente – aber hören Sie selbst!