Theater und Orchester Heidelberg

Terror

von Ferdinand von Schirach
Schauspiel Frankfurt

Vor Gericht steht Lars Koch, Pilot eines Kampfjets der Bundeswehr. Hat er richtig oder falsch gehandelt an jenem Tag, als er ein von Terroristen gekapertes Passagierflugzeug abschoss? Lars Koch musste reagieren. Wie lauteten seine Befehle? Wer entscheidet auf welcher Grundlage uber Leben und Tod? Darf Leben gegen Leben, gleich in welcher Zahl, abgewogen werden? Welche Gründe kann es geben, um ein Unheil durch ein anderes, vermeintlich kleineres Unheil abzuwehren? Ein Stück, das nach dem Vertrauensverhältnis zwischen modernem Staat und seinen Bewohnern fragt.

Ferdinand von Schirach ist deutscher Strafverteidiger sowie Autor der Kurzgeschichten-Sammlungen Verbrechen und Schuld. In seinem ersten Theaterstück Terror rüttelt von Schirach an nichts Geringerem als dem ersten Artikel des Grundgesetzes:
»Die Würde des Menschen ist unantastbar.« Das ist natürlich falsch, denn die Würde wird dauernd angetastet. Regierungen haben langst damit begonnen, diesen Grundsatz in Frage zu stellen. Wir leben in einer Demokratie. Wir können entscheiden, wie mit welchem Recht umgegangen werden soll. Und wir müssen uns auch entscheiden. Die Abstimmungsergebnisse der Zuschauer-Schöffen aller bundesweiten Aufführungen von Terror werden dokumentiert und sind online einsehbar.

Besetzung

Regie Oliver Reese | Bühne Hansjörg Hartung | Kostüme Raphaela Rose | Musik Sven Kaiser | Dramaturgie Sibylle Baschung | Mit Constanze Becker, Nico Holonics, Bettina Hoppe, Anja Laïs als Gast, Max Mayer, Viktor Tremmel

Aufgrund einer Erkrankung im Ensemble übernimmt Anja Laïs vom Schauspielhaus Hamburg die Rolle der Vorsitzenden.