Theater und Orchester Heidelberg

Traces of USA

Lecture Performance zur Recherche in den USA

Erste Einblicke in eines der umfangreichsten Recherche-Projekte des Theaters bietet der Abend Traces of USA. Anlässlich des Abzugs der US-Armee aus der Rhein-Neckar-Region hat das Theater die freie Gruppe costa compagnie eingeladen, zu diesem Umbruch und zu den Jahrzehnten gemeinsamer Geschichte zu recherchieren. Aus den Ergebnissen der Recherche entstehen über zwei Jahre verschiedene Aufführungen.

Am Neujahrstag 2014 brachen vier Künstlerinnen und Künstler zu einer mehrwöchigen Reise in die USA auf. Vor Ort führten sie Interviews mit ehemals in Heidelberg stationierten Soldaten und ihren Familien, mit hochrangigen Militärs, Wissenschaftlern, Polit-Aktivisten, Geistlichen des Militärs und zahlreichen anderen. Im Herbst 2013 hatte mit einem Aufruf nach Zeitzeugen in den Lokalzeitungen bereits eine Reihe von Interviews in Heidelberg begonnen. Die Interviewten sprachen über ihre Begegnungen mit der jeweils anderen Kultur, über Annäherung sowie Skepsis, gaben Einblick in das Leben im US-Militär in Deutschland und über die verschiedenen Epochen von der unmittelbaren Nachkriegszeit bis in die Gegenwart. Das Alter der Gesprächspartner – zwischen 17 und 94 – markiert auch die Bandbreite der Themen.
Im Laufe der kommenden Monate wird daraus ein Theaterabend entstehen, der dann im Juli auf den Konversionsflächen zur Aufführung kommt. Um dem Publikum nicht nur die Gelegenheit zu geben, die Künstlerinnen und Künstler dieser besonderen Arbeit kennenzulernen, sondern darüber hinaus einen ersten Einblick in die hochspannenden Begegnungen zwischen Heidelberg und den Staaten zu geben, findet am 13. Februar eine Lecture Performance statt. Konzipiert ist die Veranstaltung als kleine Theaterführung, sodass im doppelten Sinne ein Blick hinter die Kulissen der künstlerischen Arbeit geworfen werden kann.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Kooperationsprojekt CONVERSION. Eine deutsch-amerikanische Chogeographie.

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