Theater und Orchester Heidelberg

Waffenschweine

Ein Theaterprojekt über schlagende Verbindungen von Nicola Bramkamp und Volker Lösch
Theater Bonn, Regie Volker Lösch

Nach dem Stück Bier, Blut und Bundesbrüder von Gesine Schmidt

im Anschluss Publikumsgespräch

 

Füchse, Burschen, Alte Herren, Bundes-, Farben-, Waffenbrüder. Es gibt viele Geschichten und Mythen über die Mensur, den Schmiss, den Zipfeltausch oder die Couleurdamen. Mannerbünde, für viele eine fremde Welt. »Ehre, Freiheit, Vaterland« lautete der Wahlspruch der Urburschenschaft von 1815 als Resultat der Befreiungskriege gegen die französische Hegemonie in Europa. Für die Burschenschaften gilt diese Devise noch heute. »Mein Eintritt in die Burschenschaft war ein bewusster Schritt – und ich habe ihn niemals bereut. Letztlich konzentriert sich die Kritik an den Korporationen immer auf die eine Frage: Passt das noch in unsere Zeit? Meine Antwort lautet stets: Offensichtlich! Sonst würden sich ja nicht so viele Studenten dafür entscheiden. Es ist ein gutes Recht der Akademiker, sich zu einem Lebensbund zusammenzuschließen, Farben tragen, aber auch zechen und fechten zu wollen.« So äußerte sich Günter Kießling (1925 – 2009), Bundeswehrgeneral und Bonner Burschenschafter. Worin liegt heute die Anziehungskraft studentischer Verbindungen? Wo liegen die Anbindungen zur gegenwärtigen Gesellschaft?

Volker Lösch, einer der profiliertesten Regisseure des politischen Gegenwartstheaters, inszeniert das brisante Thema auf der Basis einer dokumentarischen Stückvorlage von Gesine Schmidt.

Besetzung

Regie Volker Lösch
Bühne und Kostüme Cary Gayler
Licht Helmut Bolik
Musik Johannes Winde
Dramaturgie Nicola Bramkamp
Mit Sophie Basse, Benjamin Berger, Samuel Braun, Daniel Breitfelder, Glenn Goltz, Benjamin Grüter, Robert Höller, Jonas Minthe, Hajo Tuschy