Theater und Orchester Heidelberg

Wahnsinnsarien

Deborah York singt Purcell, Scarlatti und Händel

Im Rahmen des Winter in Schwetzingen

Deborah York zählt zu den exzellentesten Barocksängerinnen der Gegenwart. Die lyrische Koloratur-Sopranistin wurde in Sheffield geboren und schloss ihre musikalische Ausbildung in Manchester mit Auszeichnung ab. Mit den Werken der barocken Meister des Nordens wie denen Italiens ist sie gleichermaßen vertraut. Sie war bereits mit Philippe Herreweghe und seinem Collegium Vocale Gent sowie mit Ton Koopman und dessen Amsterdam Baroque Orchestra auf Tournee. Ferner arbeitete sie unter anderem mit Marcus Creed, Marc Minkowski, Christoph Rousset, Paul McCreesh, Alessandro de Marchi, Trevor Pinnock und Rinaldo Alessandrini zusammen und hat zahlreiche CDs eingespielt. Für die Rolle der Anne Truelove in Strawinskys The Rake’s Progress mit dem London Symphony Orchestra unter der Leitung von John Eliot Gardiner erhielt sie einen »Grammy«. Mit ihrem eigenen Ensemble Amrita widmet sich Deborah York mit großem Erfolg dem Kantaten-Repertoire.

In ihrem Konzert im Rahmen des Winter in Schwetzingen präsentiert sie die 1708 in Rom entstandene Kantate La Lucrezia für Sopran und Basso continuo des herausragenden Barockmeisters Georg Friedrich Händel und widmet sich intensiv dem englischen Komponisten Henry Purcell, bekannt und gerühmt insbesondere für seine Opern und Semi-Opern wie Dido and Aeneas, King Arthur und The Fairy Queen. Es erklingen die gleichermaßen zarten wie ausdrucksstarken Songs beziehungsweise Lieder des englischen Frühbarock Corinna is divinely fair, Not all my torments, Bes of Bedlam (From silent shades, and the Elizium groves) und Let each gallant heart sowie, in einem zweiten Block, die beiden unterschiedlichen Fassungen von What a sad fate, die weitere Songs umschließen und damit den Bogen zwischen einzelnen Phasen im Schaffen des Komponisten spannen.
Ergänzt wird das Programm durch Instrumentalwerke derselben Epoche, der Pavan and Galliard: Earl Strafford von Thomas Tomkins für Cembalo Solo sowie der Sonata für Violoncello und Basso Continuo Nr. 3 op. 2 a-Moll des Italieners Benedetto Marcello.