Theater und Orchester Heidelberg
Foto Susanne Reichardt

Was frag ich nach der Welt!

Ein Barock-Musiktheater

Empfohlen ab 16 Jahren

Mitten im Leben, fest auf dem Boden stehend und doch um die Endlichkeit dieses Lebens wissend …
Der ewige Kreislauf von Geburt, Leben und Tod fand seinen musikalischen Ausdruck in sakralen Kantaten und Madrigalen des Barock. Freude, Ironie, Trost, Liebesworte bis hin zu erotischen Anspielungen, all das geben diese lyrischen und musikalischen Vokalwerke wieder.

Für das Schwetzinger Rokokotheater errichten der auf barocke Aufführungspraxis spezialisierte Dirigent Clemens Flick und die Regisseurin Claudia Isabel Martin gemeinsam mit vier Sänger:innen und Musiker:innen des Philharmonischen Orchesters Heidelberg auf den Pfeilern deutscher Vokalmusik des 17. Jahrhunderts ein Barock-Musiktheater in bewegten Bildern und Raumklängen. Das Herzstück wird eines der schönsten überlieferten Werke dieser Epoche sein: Johann Christoph Bachs (1645—1693) Hochzeitskantate »Meine Freundin, du bist schön«, die auf Versen aus dem Hohelied Salomos basiert. Ihre Kenntnis verdanken wir Johann Sebastian Bach, der den musikalischen Nachlass seiner Vorväter in Form des »Altbachischen Archivs« lebendig hielt. Nun gilt es, diesen musikalischen Schatz der Öffentlichkeit wieder bekannt zu machen.

Eine Einführung von Dramaturgin Vera Gertz können Sie hier anhören:

Termin

Sa 22 Januar
19.30–21.15 Uhr > Rokokotheater Schwetzingen

Was frag ich nach der Welt!

Ein Barock-Musiktheater

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Änderungen vorbehalten

Besetzung

Studienleitung Johannes Zimmermann
Musikalische Einstudierung Aurelia Andrews, Paul Taubitz, Johannes Zimmermann
Regieassistenz und Abendspielleitung Marvin Heppenheimer, Johannes Kastl
Inspizienz Heiko Starke, Phillip Valentin
Bühnenbildassistenz Ekaterina Degering
Kostümassistenz Oktavia Zyta Herbst
Kostümhospitanz Greta Hof
Erstellung der Übertitel Vera Gertz
Übertitelinspizienz Martin Becher, Florian Lang, Cecilia Schulze
Festivalorganisation Winter in Schwetzingen Sina Schecker

Technischer Direktor Peer Rudolph
Technischer Produktionsleiter Jens Weise
Technischer Leiter Rokokotheater Schwetzingen Wolfgang Phillipp
Beleuchtungsmeister Rokokotheater Schwetzingen Wolfgang Labud
Bühnenmeister Udo Weber
Pyrotechnik Rolf Bader
Leiter der Beleuchtungsabteilung Ralf Kabrhel
Leiter der Tonabteilung Alexander Wodniok
Ton Chris Stader, Jakob Morschewsky, Tobias Schirmann
Leiterin der Kostümabteilung Katharina Kromminga, Kristina Flachs (Stellv.)
Kostümbearbeitung Kristina Flachs
Gewandmeisterin Damen Dagmar Gröver
Gewandmeisterin Herren Alexandra Partzsch
Leiterin Ankleiderei Sabrina Flitsch
Chefmaskenbildnerin Kerstin Geiger, Martina Müller (Stellv.)
Abendmaske Jovana Ruf
Leiterin der Requisite Lotte Linnenbrügger
Requisite Laurenz Micke
Vorstand des Malersaals Dietmar Lechner
Leiter der Dekorationswerkstatt Markus Rothmund
Leiter der Schlosserei Karl-Heinz Weis
Leiter der Schreinerei Klaus Volpp

Bilder


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Pressestimmen

  • In der Rhein-Neckar-Zeitung (8. November 2021) erfreut sich Jesper Klein an der Musik und lobt Dirigent Clemens Flick für die Zusammenstellung des »Pasticcios«, das musikalisch »immer wieder überrasche« und »unterhalte« wie auch für die Leitung des Abends: »mit beweglichen Tempi, viel dynamischer Aktion und geräuschhaften Effekten«. Die »kleine Truppe« des Philharmonischen Orchesters Heidelberg mache »einen richtig guten Job« mit »überaus lebendigem Zugriff« und auch das Ensemble würde »gesanglich überzeugen«. »So hört man diese Musik gern. Chapeau!«

     

    »Ein kleines, köstliches Wunder, fernab barocker Routinen, stattdessen voller Experimentierfreude« − so Judith von Sternburg in der Frankfurter Rundschau (21. November 2021) über die von Clemens Flick zusammengestellten »erstaunlichsten Ausgrabungen«. Regisseurin Claudia Isabel Martin bringe das Ganze szenisch »klug zum Laufen«, ganz ohne »Pseudohandlung«, dafür mit »packenden kleinen Szenen, die ihre Intensität ganz aus Musik und Text« zögen. Neben der Musik aus dem Graben − »minimalistisch, aber oho« − ein »fein austariertes« Sängerquartett: »Stimmen, die sich umeinander schlingen für die Ewigkeit einiger Minuten. Unwiderstehlich.«

     

    Für den Mannheimer Morgen (8. November 2021) beschreibt Maria Herlo die »bejubelte Premiere« einer »sinnlichen Inszenierung« mit »eindringlichen Szenen«, in denen der »Bezug zur Gegenwart, zum ewig Gültigen« der Texte und Themen des Barocks offengelegt worden sei. Vor allem die Musik habe einen »zauberhaften Abend« beschert und das Ensemble auf der Bühne »nicht nur stimmlich eine Glanzleistung« gezeigt. In jedem Fall lohne es »den Aufwand« der Inszenierung, diese »Musik in die Gegenwart zu holen«.

     

    Auf theaterpur.net attestiert Eckhart Britsch dem Philharmonischen Orchester Heidelberg, es habe sich über die letzten 15 Jahre des Barock-Fests eine »bemerkenswerte Stilsicherheit für die ›historisch informierte‹ Spielweise erworben« und hier unter der Leitung von Clemens Flick »regelrecht auftrumpfen« können. Den Beifall des Kritikers findet auch das »variable und ausdrucksstarke Gesangsensemble«, das »ausgezeichnet die Farben und Stimmungen« der unterschiedlichen Stücke herausgearbeitet hätte.

     

    »Ebenso spannend wie schlüssig« sei das musikalische Programm − und »packend im Vortrag«, betont Karl Georg Berg in der Rheinpfalz (12. November 2021). Clemens Flick habe dabei die deutsche Barockmusik »in jeder Phase stilsicher, aber auch sehr intensiv und lebendig zur Wirkung« gebracht – gemeinsam mit dem »vorzüglichen« Gesangsquartett.

     

    Für SWR2 besuchte Eberhard Reuß die Generalprobe in Schwetzingen und sprach mit Beteiligten des Barock-Musiktheaters. Seinen Beitrag, gesendet am 6. November 2021 im SWR2-Magazin »Kultur am Mittag«, können Sie hier hören.