Theater und Orchester Heidelberg

Wir sind noch einmal davongekommen

von Thornton Wilder

Deutsch von Barbara Christ

Der erste Akt spielt unmittelbar vor einer Eiszeit, der zweite vor einer Sintflut, der dritte nach einem Atomkrieg. Was gibt den Menschen nach allen erlittenen Katastrophen immer wieder den Mut zum Leben? Der amerikanische Dichter Thornton Wilder stellte die Frage zum ersten Mal 1941, kurz vor dem Eintritt der Vereinigten Staaten von Amerika in den Zweiten Weltkrieg. In Wir sind noch einmal davongekommen entfesselt er ein modernes Welttheater, mischt effektvoll die Schöpfungsgeschichte mit der Offenlegung von Theatertechniken, zeigt Archetypen der Menschheit als Nummern einer Kabarettrevue: die Familie Antrobus mit Vater (Adam), Mutter (Eva), Sohn (Kain), Tochter, Dienstmädchen und den Haustieren Mammut und Dinosaurier. »Ich hasse dieses Stück und jedes Wort, das darin gesprochen wird«, verkündet das Dienstmädchen Sabina, laut Textbuch aus der Rolle fallend. Die Süddeutsche Zeitung nannte Thornton Wilder den »René Pollesch seiner Zeit«. Der Regisseur Philip Tiedemann (Leonce und Lena) überprüft das einstige, mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnete Erfolgsstück für unsere Zeit. Ein Seitenstück zum Theaterfestival auf dem Kasernengelände anlässlich des Abzugs der US-Army aus Heidelberg.

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WIR SIND NOCH EINMAL DAVONGEKOMMEN

Trailer von Thiemo Hehl

Pressestimmen

  • Eine »schräge Katastrophen-Revue mit Tiefgang« sah Heribert Vogt und schreibt in der Rhein-Neckar-Zeitung (29.09.2014) weiter, das Drama werde hier mit »zahlreichen originellen Detaillösungen« und in einem »wirkungsstarken Bühnenbild« »revueartig fetzig (…) über die Rampe gefeuert«. Die »schnelle Szenenfolge voller Situationskomik und Gags« werde aber auch aufgebrochen und führe das Publikum zu »verstärkter Auseinandersetzung mit den existentiellen Fragen im Hintergrund«. Dafür habe es »starken Beifall« vom Premierenpublikum gegeben.

    Im Mannheimer Morgen (29.09.2014) berichtet Alfred Huber, Regisseur Philip Tiedemann habe einen Abend mit »prächtigen Einfällen« umgesetzt und seine »putzmuntere Schauspieler-Truppe zu respektablen Einzelleistungen« inspiriert. Der »unterhaltsame Abend« fordere den Zuschauer »facettenreich« auf, »niemals aufzugeben, auch wenn es sinnlos ist«.