Theater und Orchester Heidelberg

The Art of Ageing – ein Projekt der European Theatre Convention

SetWidth590-ArtofAgeingLOGOAW-Black ICH BEFÜRCHTE, JETZT KENNEN WIR UNS

Was ist Erinnerung? Woran erinnern wir uns und was vergessen wir? Wie verhält sich das Älterwerden des Einzelnen zu historischen und politischen Prozessen einer Gesellschaft? Wie beeinflussen kollektive und persönliche Erinnerungen die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unseres Lebens?

Der preisgekrönte kroatische Autor Ivor Martinić und die deutsche Regisseurin Miriam Horwitz untersuchen gemeinsam, wie Erinnerung durch verschiedene Generationen hinweg erlebt und gelebt wird, was sie für eine kollektive und persönliche Identität bedeutet und auf welche Weise sie Teil unserer Beziehungen, Familien, der politischen Situation und unserer Gesellschaften ist.

Mit Recherche- und Arbeitsaufenthalten in Zagreb und in Heidelberg schreibt Ivor Martinić ein neues Stück, das von Miriam Horwitz in der Spielzeit 2014|15 in Heidelberg und von Dominique Schnizer in Zagreb inszeniert wird. Das kroatische und das deutsche Ensemble lernten sich in einem einwöchigen Workshop in Zagreb kennen und entwickelten gemeinsame Fragestellungen für das Projekt. Beide Inszenierungen werden in der Spielzeit 2014|15 sowohl am Gavella Theater Zagreb wie auch am Theater und Orchester Heidelberg zu sehen sein.

»The Art of Ageing« ist ein von der Europäischen Union gefördertes Projekt der European Theatre Convention (ETC), in dem acht Theater aus Deutschland, Rumänien, Kroatien und der Slowakei miteinander in bilateralen Partnerschaften kooperieren. Neben dem Theater Heidelberg und dem Gavella Theater aus Zagreb nehmen teil: Das Deutsche Theater Berlin, das Slowakische Nationaltheater, das Staatstheater Braunschweig, das Nationaltheater Craiova, das Staatstheater Karlsruhe und das Nationaltheater Timisoara. Mit Autoren, Regisseuren und Schauspielern begeben sie sich auf eine künstlerische Recherchereise nach neuen Formaten eines grenzüberschreitenden dokumentarischen Theatermachens für ein generationsübergreifendes Publikum. Aus der Recherche entstehen neue europäische Theaterstücke und Inszenierungen, die sich mit Perspektiven unserer alternden Gesellschaft beschäftigen – soziologisch, ökonomisch, philosophisch, historisch und politisch.

Aktuelle Informationen zu allen Stücken und Produktionen, die im Rahmen von »The Art of Ageing« entstehen, finden Sie auf der Homepage zum Projekt der ETC. Einen Blick hinter die Kulissen gibt es außerdem im Blog zu »The Art of Ageing«.

Hier finden Sie einen Trailer zum Projekt »The Art of Ageing«.

Ivor Martinić

geboren 1984, studierte Dramaturgie an der Akademie für Schauspielkunst in Zagreb. Er schreibt fürs Theater sowie für Film und Fernsehen und arbeitet als Dramaturg an verschiedenen kroatischen Theatern. Sein Werk wurde bereits in 13 Sprachen übersetzt und in vielen Ländern veröffentlicht. Ivor Martinićs Dramen wurden unter anderem am Blue Elephant Theatre (London), am Theatre des Chardons (Brüssel), am Jugoslawischen Drama Theater (Belgrad) und am Nationaltheater Zagreb gezeigt. Sein letztes Stück Mein Sohn läuft nur ein wenig langsamer wurde am Jugendtheater Zagreb uraufgeführt und mit über zwanzig Preisen ausgezeichnet, darunter der Golden Laurel Wreath Award des MESS-Festivals in Sarajevo für das beste Stück und der Preis der Kroatischen Gesellschaft für Schauspielkunst für das beste Stück.

Miriam Horwitz

wurde 1984 in München geboren und studierte Schauspielregie und Choreografie an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« Berlin. Seit dem Studium realisierte sie Produktionen sowohl in der freien Szene als auch an diversen Stadttheatern, so unter anderem am am Theater Rampe Stuttgart, INKONST und der Teatermaskinen in Schweden sowie am Centraltheater, Staatstheater Mainz und am Tanzarchiv in Leipzig. Am Staatstheater Mainz zeichnete sie sich für die Choreografie und Co-Regie der Deutschen Erstaufführung von Machthaber verantwortlich, die 2013 zum Heidelberger Stückemarkt und zum Autorenfestival »Maximierung Mensch« eingeladen war. Sie arbeitet neben der Regie kontinuierlich auch als Schauspielerin am Theater, wie dem Théâtre National du Luxembourg, am Jungen Theater Halle, an der Komödie Düsseldorf und an der Volksbühne Berlin, sowie in Film und Fernsehen. So war sie unter anderem in dem Kinofilm Nachmittag und in diversen Folgen des Tatort zu sehen, für ihre Rolle in Bruder Esel erhielt sie den Adolf-Grimme-Preis. Von 2011-2013 war Miriam Horwitz feste Regieassistentin am Theater und Orchester Heidelberg und u. a. als Schauspielerin und Choreografin für verschiedene Produktionen tätig. In Heidelberg inszenierte sie in der Spielzeit 2013|14 Sarah Berthiaumes Yukonstyle. Mit ihrem Künstlerduo Horwitz&Hess hatte sie im April 2014 in Malmö/Schweden mit ihrem neuen Stück Palais idéal Premiere. In der Spielzeit 2014|15 recherchiert Horwitz im Rahmen des ETC-Projekts »The Art of Ageing« gemeinsam mit dem kroatischen Autor Ivor Martinić zum Thema Erinnerung und inszeniert dessen neues Stück Ich befürchte, jetzt kennen wir uns.

Partner des Theaters und Orchesters Heidelberg für Art of Ageing ist das Gavella Theater aus Zagreb.

Die Kooperation »The Art of Ageing« entsteht im Rahmen der European Theatre Convention (ETC) und wird unterstützt durch das Programm Kultur der Europäischen Kommission.

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.