Theater und Orchester Heidelberg
April
19
Heute
Der Countdown läuft!
Hier gibt es das Gastspiel-Programm auf einen Blick >
Das Festivalportal von nachtkritik.de ist online! >

Der Vorverkauf läuft!

Für die koreanischen Gastspiele beim Stückemarkt suchen wir noch Helferinnen und Helfer aus Heidelberg und Umgebung, die koreanisch sprechen und Zeit und Lust haben, vom 26. bis einschließlich 29. April das Festivalteam zu unterstützen. Theatererfahrung ist nicht notwendig, spannende Einblicke hinter die Kulissen garantiert!
Bei Interesse meldet Euch bei Fabian Appelshäuser unter 06221-5835612 oder stueckemarkt@theater.heidelberg.de

4월 26일 부터 29일 까지 하이델베륵 Stückemarkt에서 게스트 공연을 하는 한국팀을 위해 통역해 주실분을 찾습니다.
극장에서의 경험은 필요없으며 한국어와 독일어를 하시고 시간과 관심이 있으신 분들은 Fabian Appelshäuser에게 연락 주시기 바랍니다.

연락처 06221-5835612 또는 stueckemarkt@theater.heidelberg.de

도와주실 분을 찾습니다! − Helfer gesucht! +

Stückemarkt-Aktionstag in der Mensa

Am Donnerstag, 19. April, 11 bis 14.30 Uhr sind Studierende herzlich zum Stückemarkt-Aktionstag in die Zeughaus-Mensa im Marstall eingeladen.
Neben Bibimbap, Kimchi und Mandus erwarten Theater- und Korea-Fans, die in Heidelberg studieren, auch Glücksrad und Gewinnspiele, Festivalinfos und Freikarten!

 

Stückemarkt-Aktionstag in der Mensa +
Hintergrundartikel der Deutschen Welle zu Before after. Die Inszenierung gastiert am 29. April im Zwinger. >

Stückemarkt-Programmbuch zum Download

Im Rahmen des Heidelberger Stückemarkts gibt der Dramatiker David Gieselmann am 25. April einen Workshop zum Szenischen Schreiben und vermittelt Einblicke in die Entstehung eines Theatertextes. Er erläutert Praktiken seiner Arbeit und führt in die Grundlagen des Schreibens für das Theater ein.

Der Workshop richtet sich an Autorinnen und Autoren jeden Alters. Die Teilnahme ist kostenlos, der gemeinsame Besuch der Vorstellung von Rebekka Kricheldorfs Fräulein Agnes am Vortag (Di, 24. April, 18:00 Uhr, Alter Saal) ist allerdings Voraussetzung für die Teilnahme.
Die Teilnehmer des Workshops erhalten vergünstigten Eintritt (6,40 Euro) zum Gastspiel des Deutschen Theaters Göttingen am 24. April. Für ihren Text Fräulein Agnes ist Rebekka Kricheldorf, eine Kommilitonin von David Gieselmann, in diesem Jahr für den Mülheimer Dramatikerpreis nominiert.

David Gieselmann (*1972) studierte von 1994 bis 1998 Szenisches Schreiben in Berlin und inszenierte zu dieser Zeit erste eigene Stücke. 1999 wurde er zur International Residency of Playwrights ans Londoner Royal Court Theatre eingeladen. In der Folge spezialisierte er sich auf Komödien, ein kritisches Unterhaltungstheater auf der Höhe der Zeit. Seit einigen Jahren verbindet ihn eine Zusammenarbeit mit dem Regisseur Christian Brey. Beim Heidelberger Stückemarkt 2015 war ihre Uraufführung Container Paris zu sehen. Bereits 2013 war David Gieselmann mit dem JugendStückePreis beim Heidelberger Stückemarkt ausgezeichnet worden.

Anmeldung bitte per E-Mail unter Angabe von Namen und Telefonnummer bis spätestens 13. April 2018 unter: stueckemarkt@theater.heidelberg.de. Die Teilnehmerzahl ist auf 10 Personen beschränkt.

Für Rückfragen: Fabian Appelshäuser, Produktionsassistent, 06221 | 5835612

Workshop: Schreiben für das Theater. Autor David Gieselmann gibt Einblicke in die Theaterpraxis +

Festivalkalender zum Download

Stipendiatenprogramm des Heidelberger Stückemarkts 2018

Gemeinsam mit dem Freundeskreis des Theaters und Orchesters Heidelberg lädt die Festivalleitung zehn Stipendiatinnen und Stipendiaten dazu ein, während des Heidelberger Stückemarkts Vorstellungen zu besuchen, die Stücke der Wettbewerbe mit den nominierten Autorinnen und Autoren zu diskutieren, an Workshops teilzunehmen, Theatermacherinnen und Theatermacher aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und dem diesjährigen Gastland Südkorea kennenzulernen und Arbeitsbeziehungen zu knüpfen.

Stipendiatenprogramm des Heidelberger Stückemarkts 2018 +

Die Städte Pjöngjang und Pyeongchang liegen beide etwas mehr als drei Fahrstunden von der Demarkationslinie entfernt, die Süd- und Nordkorea trennt und als die gefährlichste Staatsgrenze der Welt gilt. Dass das bislang die einzige Gemeinsamkeit ist, liegt unter anderem daran, dass in Pjöngjang der autokratische Machthaber Kim Jong-un residiert und mit Atomwaffen droht. In Pyeongchang dagegen wurden im Februar die olympischen Winterspiele 2018 ausgetragen, was allem Anschein nach einen politischen Frühling der verfeindeten Bruderstaaten zur Folge hatte. Dass das wohl nicht mehr als eine politische Inszenierung war, registrierten vor allem diejenigen, die sich in Südkorea professionell damit beschäftigen, wie man Emotionen in Szene setzt: die in freien Gruppen organisierten Theatermacher des Landes.

Kyungsung Lee und seine Gruppe Creative VaQi zum Beispiel haben sich mit einem die Nation erschütternden Ereignis auseinandergesetzt. Before After ist ein doku-fiktionaler Theaterabend rund um den Untergang des Fährschiffs Sewol im Jahr 2014, bei dem mehr als 300 Menschen starben. Die zu der Zeit amtierende Regierung dachte nicht daran, das Schiff bergen zu lassen. Es war der Anfang vom Ende der damaligen Präsidentin Park Geun-hye.

Die künstlerische Auseinandersetzung mit solchen gesellschaftspolitischen Verwerfungen ist ein Schwerpunkt des südkoreanischen Theaters. Mit Romeo und Julia nach Shakespeare und Death of a mans SALE nach Arthur Miller zeigen die Yohangza Theatre Company und MOMent (MEDEA ON MEDIA entertainment), wie aus einem klassischen Theatertext ein aktueller Theaterabend wird. Im Fall der schrill-bunten Neudeutung des Shakespeare-Klassikers werden Julia und Romeo von zwei Schauspielerinnen gespielt. Die Überschreibung akzentuiert die Todfeindschaft der Veroneser Familien Montague/Capulet und kommentiert indirekt das Verhältnis der beiden Koreas. Death of a mans SALE fragmentiert und dekonstruiert Arthur Millers Vorlage und brandmarkt einen globalisierten Turbokapitalismus, der in Südkorea einen Existenz- und Konkurrenzkampf sondergleichen zur Folge hat.

Zum dokufiktionalen Projekttheater und zu den Klassikerüberschreibungen kommen neue Stücke wie Das Gespür einer Ehefrau, Der gelbe Umschlag und Chronik der Alibis, mit denen drei Autor*innen des Gastlandes am Wettbewerb um den Internationalen AutorenPreis teilnehmen.

Außerdem sprechen wir mit den südkoreanischen Künstler*innen über Korea und das Theater in ihrem Land. Im Anschluss an die Präsentation der satirischen Dokumentarfiktion Pizzas for the people in der Bar Blau des Heidelberger Kunstvereins diskutieren wir mit Regisseur Hwang Kim über die subversive Medienkunst, mit der er die Zensur Nordkoreas zu umgehen versucht. Beim Theaterlunch befragen wir unsere Gäste, inwiefern die Teilung des Landes ihre Arbeit beeinflußt und wie sie mit der »schwarzen Liste« umgehen, die zu Zeiten der Regierung von Park Geun-hye geführt wurde. Die Liste diente der Zensur von künstlerischer Arbeit.

Jürgen Berger

Unser besonderer Dank gilt dem Arts Council Korea (ARKO), ohne dessen großzügige Unterstützung eine Einladung der beteiligten Künstlerinnen und Künstler nicht möglich gewesen wäre. Auch dem Goethe Institut danken wir für seine Unterstützung und für die Übersetzung der koreanischen Stücke im Internationalen Autorenwettbewerb.

Scouts für das Gastland Südkorea sind HeeJin Lee und Jürgen Berger.

Gastland Südkorea